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Xhakas gefälschtes COVID-Zertifikat löst rechtlichen Sturm aus

🇨🇭 Von 4AllFootball ·
Xhakas gefälschtes COVID-Zertifikat löst rechtlichen Sturm aus

Im Schein des Stadium of Light starrte Sunderland-Mittelfeldspieler Granit Xhaka auf sein Handy, den Instagram‑Beitrag, der bald die Schlagzeilen in ganz Europa dominieren würde, während der Schweizer Kapitän sich darauf vorbereitete, die Folgen eines gefälschten COVID‑19‑Impfzertifikats, das er 2022 erhalten hatte, zu adressieren.

Geständnis und unmittelbare Reaktion

Der 33‑jährige Sunderland-Mittelfeldspieler bestätigte am Montag, dass er 2022 ein gefälschtes COVID‑19‑Impfzertifikat erhalten hatte. Sein Geständnis erfolgte in einer Instagram‑Erklärung, die wenige Tage nach der Ankündigung der Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft von Luzern wegen eines mutmaßlich gefälschten Zertifikats veröffentlicht wurde. Xhaka sagte, er sei zu diesem Zeitpunkt stark unsicher bezüglich des Impfstoffes gewesen und beschreibe seine Einstellung als von Angst, Misstrauen und Unsicherheit geprägt.

"Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Es tut mir leid," schrieb Xhaka. Er fügte hinzu, dass er die volle Verantwortung übernehme und uneingeschränkt mit den zuständigen Schweizer Behörden zusammenarbeite.

Rechtliche Untersuchung und breitere Ermittlung

Schweizer Medien berichteten, dass die Staatsanwälte prüften, ob Xhaka ein falsches Impfzertifikat erhalten oder an Dokumentenfälschung beteiligt war. Der Fall ist mit einer umfassenderen Ermittlung gegen einen Luzerner Arzt verbunden, der verdächtigt wird, gefälschte COVID‑19‑Zertifikate ausgestellt zu haben. Schweizer Behörden durchsuchten 2023 die Praxis des Arztes, beschlagnahmten Dokumente, die COVID‑bezogene Unterlagen enthielten, und leiteten Verfahren gegen sowohl den Arzt als auch Xhaka ein.

Die Staatsanwaltschaft von Luzern erklärte, die Untersuchung solle klären, ob strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit dem möglichen Erwerb eines falschen Zertifikats oder Dokumentenfälschung stattgefunden habe. Xhaka soll Anfang Oktober von den Staatsanwälten befragt werden,

Das Geständnis stellte zudem klar, dass seine Impfunterlagen Dosen im Januar und November 2022 zeigten, einer Zeit, in der er für Arsenal in der Premier League spielte. Schweizer Behörden betonten, dass die Ermittlung weiterhin andauert und Xhaka die Unschuldsvermutung genießt, wobei bis Montag kein endgültiges rechtliches Ergebnis bekannt gegeben wurde.

Folgen für die Nationalmannschaft

Nur wenige Stunden nach seiner Erklärung bestätigte der Schweizerische Fußballverband, dass Xhaka das Trainingslager der Nationalmannschaft in Belek, Türkei, verpassen und bei den bevorstehenden Nations‑League‑Spielen nicht zum Einsatz kommen werde. Die Entscheidung, die gemeinsam von Xhaka und dem Verband getroffen wurde, diente dazu, die Kaderstabilität vor vier Spielen zu sichern – Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland sowie Heimspiele gegen Slowenien und Nordmazedonien.

SFV-Präsident Peter Knabel sagte, Xhaka habe den Verband bereits vor seiner öffentlichen Erklärung informiert und begrüßte die Bereitschaft des Mittelfeldspielers, Verantwortung zu übernehmen. Knabel fügte hinzu, dass es keine Diskussion darüber gegeben habe, Xhaka das Kapitänspatent zu entziehen, und dass der Verband die Situation nach dem internationalen Fenster neu bewerten werde.

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