Xhaka gesteht Kauf eines Zertifikats und lässt Nations-League-Camp aus
Am Montagmorgen legte Granit Xhaka die Karten auf den Tisch: Der 33‑jährige Nati‑Captain gesteht, eine Impfbestätigung erworben zu haben, und erklärt damit den Verdacht, der vier Tage zuvor gegen ihn erhoben wurde.
Geständnis und Konsequenzen
„In Zusammenhang mit der Covid‑19‑Impfung war ich damals persönlich stark verunsichert und hatte große Bedenken“, schrieb Xhaka in einer Erklärung. Er beschrieb tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und gab zu, in dieser Aufgewühltheit ein Zertifikat gekauft zu haben.
Der Captain entschuldigte sich ausdrücklich: „Das tut mir leid. Ich übernehme die Verantwortung und kooperiere vollumfänglich mit den Behörden.“ Er betonte, dass er mit den Behörden «vollumfänglich kooperieren» wolle.
Der Schweizer Fußballverband SFV teilte mit, dass Xhaka am bevorstehenden Zusammenzug des Nationalteams nicht teilnehmen werde. Der Entscheid sei in einem Gespräch zwischen Xhaka und der SFV‑Verbandsführung gemeinsam getroffen worden, um Ruhe in die Situation zu bringen und den Fokus auf die Mannschaft zu richten.
Die Schweizer Nati hatte am Montag ein Trainingscamp in Belek, Türkei, begonnen. Das Camp dient der Vorbereitung auf die ersten vier Nations‑League‑Spiele, die ab dem kommenden Samstag starten.
Die Ermittlungen wegen eines möglichen gefälschten Covid‑Zertifikats wurden vier Tage vor Xhakas Geständnis eingeleitet. Durch sein Eingeständnis bestätigte er den Verdacht, der die Diskussion um das Zertifikat ausgelöst hatte.
Der Bericht stammt von Peter Klaunzer, der das Geschehen unter der Überschrift „Legende: Ist geständig Granit Xhaka“ veröffentlichte.