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Wücks WM-Stresstest drängt die deutschen Frauen ohne Berger
Ohne Berger, Freigang Wücks WM-Stresstest: Nach einer viermonatigen Pause startet die deutsche Frauen-Nationalmannschaft unter Cheftrainer Christian Wück ihre Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft mit zwei hochkarätigen Freundschaftsspielen, tut dies jedoch ohne Torhüterin Ann‑Katrin Berger und mit Stürmerin Laura Freigang, die trotz eines disziplinarischen Verfahrens im Kader bleibt.
Heimatspiele gegen Australien und Japan
Nach einer viermonatigen Pause versammelt sich die Mannschaft zum ersten Heimtest. Das erste Spiel findet am 9. Oktober in Karlsruhe gegen Australien statt, gefolgt von einem Spiel am 13. Oktober in Bremen gegen Japan. Wück sagte: “Das werden zwei Spiele auf hohem Niveau, die uns auf ganz andere Art fordern als gegen europäische Teams”. Diese Tests sollen die Mannschaft über den üblichen europäischen Stil hinausfordern.
Kaderzusammensetzung und wichtige Fehlzeiten
Der 24‑köpfige Kader umfasst elf Spielerinnen, die bei Vereinen im Ausland beschäftigt sind – das bisher höchste Maß für die deutsche Mannschaft. Sechs davon kommen aus der englischen Women’s Super League, darunter Sjoeke Nüsken (Chelsea), Lea Schüller (Manchester United), Vivien Endemann (Liverpool), Carlotta Wamser (Manchester City), Selina Cerci (Hoffenheim) und die 19‑jährige Lisa Baum (Arsenal). Alle in Australien ansässigen Spielerinnen bringen wertvolle Erfahrung ein.
Ann‑Katrin Berger, die reguläre Torhüterin des US‑Clubs Gotham FC, wird weggelassen, nachdem sie sich mit dem Trainerstab darauf geeinigt hat, ihre Beteiligung zu pausieren. Wück erklärte: “Es war der richtige Zeitpunkt, weil sie sich in der heißen Phase der Liga in Amerika befindet.”
Ena Mahmutovic (Bayern München), Stina Johannes (VfL Wolfsburg) und Laura Dick (TSG Hoffenheim) wurden alle als Optionen zwischen den Pfosten gelistet, um die Tiefe zu sichern, während Berger weiterhin nicht verfügbar ist.
Eintracht Frankfurt Kapitänin Laura Freigang bleibt trotz eines laufenden disziplinarischen Verfahrens im Kader. DFB-Direktorin des Frauenfußballs Nia Künzer sagte: “Laura ist spielberechtigt; sie hat sich ihren Platz mit ihren Leistungen verdient.”
Zukünftige Spiele und Weg zur Weltmeisterschaft
Wück plant außerdem zwei weitere Freundschaftsspiele auf einem anderen Kontinent Ende November oder Anfang Dezember, mit einer bestätigten Reise in die Amerikas. Er fügte hinzu, dass die “Idee der Spiele nicht dieselbe ist, wie wir sie in Europa kennen”, und deutete damit auf unterschiedliche Spielbedingungen hin.
Über die Freundschaftsspiele hinaus muss die Mannschaft auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele über die Nations League bewältigen, bevor die Weltmeisterschaft in Brasilien im Juni‑Juli 2027 stattfindet. Der Stresstest-Ansatz soll den Kader für die bevorstehenden Herausforderungen bereit machen.