Wojciks enttäuschender Start bei Werder: wenig Einsatz, Konkurrenz
Oskar Wojcik kam im Sommer als vielversprechender Innenverteidiger zu Werder Bremen, doch sein Start als Werder‑Reservist verlief enttäuschend: In der 3:2‑Heimsieg‑Statistik gegen den FC Augsburg sammelte der polnische Pole lediglich elf Minuten und sein Mehrwert für das Team blieb bislang gering.
Transfer und Kosten
Werder Bremen verpflichtete den 23‑jährigen Oskar Wojcik im Sommer für 3,5 Millionen Euro vom polnischen Erstligisten KS Cracovia. Die Ankündigung wurde von Eurasia Sport Images/GettyImages begleitet. Der Transfer sollte die Abwehr stärken.
Sein Debüt kam erst im Spiel gegen den FC Augsburg, das Werder mit 3:2 gewann. Wojcik trat in der Schlussphase ein und absolvierte elf Einsatzminuten. Der Trainer bewertete den Beitrag als überschaubar.
Der Start der Saison beim SC Freiburg (1:4) verpasste Wojcik wegen muskulärer Probleme. In den darauffolgenden Partien gegen Leipzig (3:1) und Köln (1:1) saß er jeweils 90 Minuten auf der Bank.
SVW‑Trainer Daniel Thioune setzte Wojcik schließlich ein, weil Innenverteidiger Amos Pieper in der Schlussphase verletzt ausgewechselt werden musste. Ohne diese Notlage wäre der junge Pole wohl nicht debutiert worden.
Konkurrenz in der Abwehr
Während der Länderspielpause hat Wojcik die Möglichkeit, im Training zu überzeugen. Doch die Stammabwehr besteht aus Pieper und Kapitän Marco Friedl, die beide gute Leistungen zeigen. Das Team muss daher kaum umstrukturiert werden.
Thioune erklärte gegenüber: „Ich wollte auf seiner Position nicht viel wechseln, weil wir auf anderen Positionen viele Veränderungen hatten.“ Er fügte hinzu, dass Wojcik nun bewiesen habe, dass er in der Bundesliga spielen könne.
Weiterhin sagte der Trainer: „Er würde sicherlich gerne mehr Zeit auf dem Platz verbringen. Aktuell ist er aber der Ersatz der beiden Innenverteidiger und ist eingeladen, sich weiter anzubieten.“
In der langen Länderspielpause sollen die Werder‑Profis mindestens ein Testspiel bestreiten, was Wojcik mehr Spielpraxis verschaffen könnte.
Beim nächsten Ligaspiel gegen Borussia Dortmund am 9. Oktober wird der Sommerzugang voraussichtlich wieder auf der Bank Platz nehmen, obwohl er für 3,5 Millionen Euro verpflichtet wurde.