Bundesliga
Wie Tidiam Gomis die Offensivoptionen von RB Leipzig erweitert
Tidiam Gomis hat sich seit seinem Wechsel von dem französischen Verein Caen Anfang 2025 zu RB Leipzig zu einer immer wichtigeren Offensivkraft entwickelt. In den ersten vier Bundesliga‑Spielen der Saison 2026/27 erzielte er ein Tor und legte zwei Vorlagen bei, wobei er bereits 229 Minuten Spielzeit sammelte.
Steigende Einsatzzeiten und Beitrag zum Angriff
Mit 229 Minuten liegt Gomis auf dem neunten Platz unter allen Leipzig‑Spielern, nur Antonio Nusa und Christopher Nkunku haben bislang mehr Minuten auf dem Platz verbracht. Nusa, der ebenfalls zwei Tore und zwei Vorlagen beisteuerte, ist bislang einziger Spieler mit mehr Torbeteiligungen für Leipzig in dieser Saison.
Vergleich zu der Vorsaison
Im Vergleich zur Vorsaison 2025/26, in der Gomis lediglich 347 Minuten in 18 Einsätzen absolvierte und nur ein Tor gegen Union Berlin beisteuerte, markiert die aktuelle Nutzung einen deutlichen Aufschwung. Damals war er der zwanzigste Spieler im Kader hinsichtlich Spielzeit.
Ursachen für den Durchbruch
Ein wesentlicher Faktor ist die veränderte Situation im Kader: Christoph Baumgartner ist seit einer langfristigen Verletzung ausgebrochen und Yan Diomande hat den Verein für Real Madrid verlassen. Diese Lücken eröffneten Gomis die Chance, die er konsequent nutzte.
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Trainer Martín Demichelis lobte bereits im Vorfeld der Saison Gomis‘ Arbeit im Training und seine Vielseitigkeit. „Er hatte eine sehr gute Vorbereitung und hat in verschiedenen Positionen hart gearbeitet“, sagte Demichelis. „Er kann auf beiden Flügeln oder zentral spielen und muss nur bereit sein, um in unterschiedlichen Rollen zu kämpfen.“
Nach einer überzeugenden Vorstellung mit zwei Vorlagen gegen Borussia Mönchengladbach im ersten Spieltag erklärte Demichelis, warum Gomis im nächsten Spiel gegen Werder Bremen auf der Bank blieb: „Ich habe Bakayoko eingesetzt, um ihm eine Chance zu geben, und mit Gomis auf der Bank habe ich einen Spieler, den ich in drei Positionen einwechseln kann.“
Die Konkurrenz im Angriff bleibt jedoch stark: Neben Nusa und Nkunku kämpfen Brajan Gruda, Assan Ouédraogo, Rômulo und Johan Bakayoko um Spielzeit. Trotzdem hält Gomis bislang seine Position und hat im Juni 2026 erstmals einen Aufruf in die französische U21‑Mannschaft erhalten, nachdem er bereits im Mai 2025 im erweiterten Vorbereitungskader von Gérald Baticle trainiert hatte.
Demichelis betont, dass Gomis‘ rascher Aufstieg in der Offensivreihe Leipzigs dem Trainerstab jeden Grund gibt, weiter auf ihn zu setzen. Der junge Franzose hat damit nicht nur das Vertrauen des Trainers gewonnen, sondern auch das Interesse der französischen Nationalmannschaft geweckt.