Wie Görlich die vertragliche Lage von Linus Gechter bei Hertha sieht
Herthas Innenverteidiger Linus Gechter steht trotz erstklassiger Leistungen im Fokus, weil seine vertragliche Lage bis 2027 ein Problem darstellt – wie Geschäftsführer Dr. Peter Görlich erklärt. Der junge Berliner, der als Abwehrkante jedes gegnerische Angriffsspiel vereitelt, hat mit 18 Punkten aus sechs Spielen den ersten Tabellenplatz erreicht.
Vertragliche Unsicherheit trotz sportlichem Aufschwung
Gechter ist noch bis 2027 an die Alte Dame, also Hertha BSC, gebunden. Ein Abgang im Sommer war zwar möglich, doch Hertha hielt den Eigengewächs dank seiner Rolle als Vizekapitän. Nach dem 3:1‑Auswärtssieg gegen VfL Osnabrück sagte er in der Mixed Zone: „Ich bleibe beim Fußballspielen Woche für Woche. Und alles andere können andere klären.“
Geschäftsführer Dr. Peter Görlich betonte, dass man Gechter gern über den Sommer hinaus behalten wolle, und fügte hinzu: „Wir werden nichts unversucht lassen.“ Gleichzeitig warnte er, dass die finanzielle Lage des Klubs die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung mit Aufschlag einschränke.
Im Sommer erlebte der Hauptstadtklub einen kompletten Umbruch: sechzehn Abgänge, vier Zugänge und ein Transferplus von rund 30 Millionen Euro, das die Gehaltsliste drückte. Gechter und Marton Dardai gehören zu den Großverdienern, sodass eine Verlängerung ohne Aufschlag fraglich sei, erklärte Trainer Stefan Leitl: „Für ihn eine sehr günstige Situation. Für uns eine weniger günstige.“
Leistungsdaten untermauern Gechters Wert
Bislang stand der gebürtige Berliner jede Minute auf dem Platz und sammelte 482 Ballkontakte. Im Schnitt läuft er 11,8 Kilometer pro Spiel, was insgesamt 70,8 Kilometer entspricht.
Er führte die meisten Zweikämpfe (119) und gewann davon 79 – beides Bestwerte. Bei 347 Pässen liegt seine Passquote bei 89 Prozent.
Trainer Stefan Leitl sieht in Gechter ein fantastisches junges Talent, das am Anfang seiner Karriere steht, und betont, dass man alles tun werde, um seine sportliche Wettbewerbsfähigkeit und den Wert für den Klub zu sichern. So könnte der Innenverteidiger auch nach dem kommenden Sommer weiterhin zu den Gesichtern von Hertha gehören.