Bundesliga
Wie Dietmar Hirsch MSV Duisburg zum Aufstieg in die 2. Bundesliga führen will
Dietmar Hirsch, 54‑jähriger Trainer des MSV Duisburg, hat das klare Ziel, den Verein nach dem knappen Fehlschlag in der Vorsaison erneut in die 2. Bundesliga zu führen. Im Interview mit Transfermarkt spricht er über die „beschissene“ Enttäuschung, die gesteigerte Erwartungshaltung und den neuen Anlauf.
Enttäuschung und mentale Vorbereitung
Im Gespräch erklärt Hirsch, dass er während der Länderspielpause auf Mallorca „keine“ (lacht) dachte – der einzige Moment, in dem er nicht an Fußball dachte. Er betont, dass er als Trainer selten abschalten könne und nachts oft über neue Konzepte nachdenke. Diese permanente Vorbereitung sei Teil seiner Verantwortung, besonders nach dem vierten Platz, der nur drei Aufstiegsplätze rechtfertige.
Statistiken, Saisonende und Ausblick
Die letzte Saison endete mit 94 Spielen, davon 63 Siege, 17 Unentschieden und 14 Niederlagen, was 68 Punkte ergab. Der MSV Duisburg führte sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde mit exakt 34 Punkten und blieb die gesamte Saison über in den Top‑5. Eine Woche nach dem enttäuschenden Saisonende stand das Niederrheinpokal‑Finale, dessen Titel ein wenig Trost spendete; Hirsch sieht das Finale als Chance, den Stolz zu stärken und die Mannschaft für den nächsten Anlauf zu motivieren. Er betont, dass sie künftig besser mit dem Ball Lösungen finden und variabler agieren wollen, um den höheren Druck in der 2. Bundesliga zu bewältigen.
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Hirsch betont zudem, dass er kein Vereinswappen küsst, weil er seine Rolle eher als Mentor denn als Symbolträger sehe. Der ehemalige Profispieler wolle den Spielern als Ansprechpartner zur Seite stehen und habe die virale Pressekonferenz‑Clip‑Reaktion bewusst genutzt, um die Mannschaft zu motivieren.
Er erinnert daran, dass der Verein bereits Vierter geworden sei und die Erwartungshaltung nun nur noch die drei Aufstiegsplätze über dem vierten Platz umfasse. Diese Belastung empfinde er als anstrengend, aber er suche Wege, den Druck zu genießen und das Team darauf vorzubereiten.
Im Sommer setzte Hirsch auf intensives Training mit langen Bällen, um die Abschlussqualität zu erhöhen, weil die Platzierung am Saisonende immer kritischer geworden sei. Er fordere die Spieler, eigenständig Entscheidungen zu treffen, und stehe hinter jedem Fehlversuch, um daraus zu lernen. So wolle er die Mannschaft variabler und selbstbewusster für die 2. Bundesliga machen.