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Wie der Viessmann-Deal die Finanzkraft des FC Bayern stärkt
Rund 250 Millionen Euro fließen durch den Einstieg der Viessmann Generations Group nach München und machen den FC Bayern zum neuesten Gesellschafter. Der Rekordmeister verkauft damit seine letzten verfügbaren Anteile, obwohl er wirtschaftlich bestens aufgestellt ist, um seine Zukunft zu sichern. Die Kapitalerhöhung soll die Eigenkapitalbasis deutlich stärken.
Finanzielle Eckdaten
Für die Kapitalerhöhung erhält die Viessmann‑Familie knapp 6,7 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG. Damit ist die letzte zulässige Quote von mehr als 30 Prozent externen Anteilen erreicht, denn die Satzung begrenzt externe Beteiligungen auf diesen Anteil. Vor diesem Schritt waren bereits Adidas, Audi und Allianz Gesellschafter.
„Dieser Schritt stärkt die Eigentümerstruktur der FC Bayern München AG“, erklärte Präsident Herbert Hainer. Er betonte zudem, dass die verbesserte Eigenkapitalbasis die Handlungsspielräume in einer Zeit des permanenten Wandels erweitere. Der Sport‑Bericht hob die strategische Bedeutung für den Klub hervor.
Strategische Bedeutung
Max Viessmann soll in den Aufsichtsrat der FC Bayern München AG einziehen, wodurch das Gremium von neun auf zehn Mitglieder wächst. Der Viessmann‑Chef ist bereits Mitglied des Verwaltungsbeirats des Vereins. Damit erhält die Gruppe direkten Einfluss auf die Aufsicht.
Anders als bei vielen anderen Klubs geht es beim FC Bayern nicht um das Stopfen von Löchern. 2002 trat Adidas bei, um die Finanzierung der Allianz‑Arena zu sichern, später folgten Audi und Allianz. Der Bayer Klub nutzt die Kapitalerhöhung, um seine Marktposition zu festigen. Heute soll der Deal die Flexibilität erhöhen, nicht aus Notwendigkeit.
Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung betonte Hainer, dass die Millionen zunächst auf dem berühmten FC‑Bayern‑„Festgeldkonto“ landen. Ein Transferrausch sei vorerst nicht geplant. Stattdessen baue der Klub Reserven für eine Zeit auf, in der Ablösesummen, Gehälter und Handgelder weiter steigen.
Die steigenden Kosten im internationalen Spitzenfußball verlangen finanzielle Schlagkraft, um dauerhaft zur europäischen Spitze zu gehören. Der Viessmann‑Deal soll die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des FC Bayern stärken, ohne ein Signal an Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen zu senden. Er hilft, den Abstand zu finanzstarken Premier‑League‑Klubs und staatlich unterstützten Projekten wie Manchester City nicht weiter zu vergrößern.