Wie das hundertjährige Weserstadion die besten Erinnerungen weckt
Das Bremer Weserstadion feierte am Montag sein hundertjähriges Bestehen, wobei der SV Werder Bremen das Jubiläum mit einem legendären Freundschaftsspiel gegen Real Madrid bestritt, das mit einem 4:3‑Sieg für die Spanier endete. Das Spiel, das im Rahmen einer von.de organisierten Umfrage präsentiert wurde, zog zahlreiche Fans an und erinnerte an frühere Glanzmomente im Stadion.
Legendäres Comeback gegen Anderlecht
Am 8. Dezember 1993 drehte der SV Werder Bremen im Champions League‑Gruppenspiel gegen den RSC Anderlecht ein spektakuläres Comeback von 0:3 auf 5:3. Wynton Rufer, Bernd Hobsch, Rune Bratseth und Marco Bode erzielten in der zweiten Halbzeit fünf Tore, während Dauerregen das Spielfeld in ein Schlachtfeld verwandelte. Dieses Spiel wurde von Mark Sandten fotografiert und gilt seitdem als Nummer eins der Weserstadion‑Legenden, wie die Nutzer von.de bestätigten.
Weitere unvergessliche Spiele
Weitere Highlights, die von den Fans genannt wurden, umfassen das 6:2 gegen den VfB Stuttgart am 2. Mai 2016, das 2:1 im Fast‑Meisterspiel gegen den Karlsruher SC am 10. Juni 1995 und das 6:2 gegen Spartak Moskau im UEFA‑Pokal nach einer 1:4‑Rückschlag in der russischen Hauptstadt. Ein weiteres denkwürdiges Duell, das von deichstube.de als ‚Geburt eines Mythos‘ bezeichnet wird, fand am 3. November 1987 statt, wobei Thomas Schaaf (65) später erklärte, dass es eine ganz besondere Nummer war. Sie stimmten ab, welches Spiel das beste war, und 20 Prozent der Befragten wählten ein alternatives Spiel, das nicht zu den Top‑5 gehörte.
.de präsentierte am Montag fünf legendäre Spiele aus den letzten hundert Jahren im Weserstadion und bat seine User um eine Bewertung. Die Umfrage ergab, dass das 5:3‑Ergebnis gegen den RSC Anderlecht die klare Favoritwahl der Community war.
Thomas Schaaf erinnerte sich an das Spiel von 1987 und betonte, dass man solche Partien nie vergisst, weil sie wirklich eine besondere Nummer darstellen. Er war sowohl als Spieler als auch als Trainer bei fast allen genannten ‚Weser‑Wundern‘ beteiligt.
Im Spiel von 1993 eröffneten Frank Neubarth und Frank „Otze“ Ordenewitz das Comeback bereits nach zwei bzw. 25 Minuten, während Fedor Cherenkow in der 71. Minute den Anschlusstreffer erzielte, unterstützt von Alexander Mostovoi, der zuvor in der 58. Minute das Spiel öffnete. Gunnar Sauer traf in der 78. Minute, Karl‑Heinz „Air“ Riedle köpfte in der 100. Minute den entscheidenden Treffer und Manfred „Manni“ Burgsmüller sicherte das Endresultat mit einem weiteren Tor in der 108. Minute.
Die Feier zum hundertjährigen Bestehen des Weserstadions zeigte, dass die historische Arena weiterhin das Herzstück des SV Werder Bremen bleibt. Sie verspricht, auch künftig unvergessliche Momente für die Fans zu liefern.