Bundesliga
Wie Bundesliga-Clubs die Bereitschaft messen: Selbstvertrauen gegen Chaos
Die Bundesliga‑Saison 2026/27 startet in einer Woche, und Deutschlands 18 Vereine werden bereits am Wochenende ihre erste echte Prüfung im DFB‑Pokal bestreiten. Während einige Teams Selbstvertrauen ausstrahlen, scheinen andere am Rande der Panik zu balancieren, wenn die neue Kampagne ansteht.
Bayern und das Selbstvertrauen der Spitzenklasse
FC Bayerns einzige Sommer-Panne war eine Niederlage in Wiesbaden, bei der mehr als die Hälfte des Kaders nicht verfügbar war. Die Neuzugänge Brown und Saibari haben für mehr Flexibilität gesorgt, und das Angriffs‑Trio aus Kane, Díaz und Olise soll fast 100 Torbeteiligungen kombinieren. Die einzige leichte Sorge ist Jamal Musialas Fitness. Stimmungs‑Barometer: 7/10.
Die Fans von Borussia Dortmund feiern bereits ihren neuen Sportdirektor, genannt „Don Ole“, und es wurde sogar Sirtaki‑Tanz berichtet. Der Verein sicherte sich einen 3‑2 Freundschaftssieg gegen Arsenal, doch viele Anhänger sind sich unsicher über die Wirksamkeit des Kovač‑Balls. Stimmungs‑Barometer: 7,5/10.
Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim: Fragen und Geld
RB Leipzig, nach einem starken dritten Platz in der letzten Saison, ersetzte Ole Werner durch Martín Demichelis, und Top‑Torschütze Yan Diomande wechselte zu Real Madrid. Eine 2‑0 Niederlage gegen Leeds verstärkte die Unsicherheit, sodass der Verein mit einer Stimmungsbewertung von 5/10 dasteht.
Die Stimmung beim VfB Stuttgarts stieg, nachdem Sporting Braga neun Millionen Euro für Jovan Milosevic zahlen wird. Der Kader bleibt weitgehend unverändert und wurde durch die jungen Spieler Dzenan Pejcinovic und Leo Sauer verstärkt, während die Zukunft von Ermedin Demirovic offen bleibt. Stimmungs‑Barometer: 8/10.
TSG Hoffenheim profitierte von einem sauberen Transferbudget, nachdem Bazoumana Touré für 50 Millionen Euro an Newcastle verkauft wurde. Die Mittel wurden in vielversprechende Talente Nathan De Cat und Adam Daghim reinvestiert, doch schwere Niederlagen gegen Gladbach und Tottenham zeigten, dass Geld allein keinen Erfolg garantiert. Stimmungs‑Barometer: 6/10.
VfB Stuttgart muss 40 Millionen Euro einspielen – fünf Stars bringen Geld
Leverkusen, Freiburg und Frankfurt: gemischte Erfolge
Bayer Leverkusen erlitt eine Niederlage gegen Nottingham, stellte den neuen Trainer Carles Martínez vor und erlebte einen erheblichen Kaderwechsel mit weiteren erwarteten Zugängen und Abgängen, was zu einer Stimmungsbewertung von 6/10 führte.
Die Transferaktivitäten von SC Freiburg waren ruhig, wobei japanische Spieler für den Ausnahmetalent Johan Manzambi einsprangen, und ein 3‑0 Sieg über Crystal Palace bietet Optimismus. Das einzige anhaltende Problem ist die Situation des Torhüters Noah Atubolu. Stimmungs‑Barometer: 8,5/10.
Eintracht Frankfurt erlebte ein 7‑0 Desaster gegen Brentford, wodurch die Torhüterposition und die Abwehr zu großen Sorgen wurden. Trotz des schlechten Ergebnisses gelten das Team und der Trainer als fähig, ernsthafte Probleme zu vermeiden. Stimmungs‑Barometer: 3/10.
Mittelklassenteams: Optimismus und Herausforderungen
FC Augsburg, nachdem er zweimal von englischen Mannschaften besiegt wurde, genießt eine bessere Stimmung als Frankfurt, dank niedrigerer Erwartungen und eines weitgehend unveränderten, sinnvoll verstärkten Kaders, was zu einer Stimmung von 6/10 führt.
Der FSV Mainz 05 feierte Nadiem Amiris Entscheidung zu bleiben, ergänzt durch freie Verpflichtungen Ransford Königsdörffer und Eric Martel sowie ermutigende Freundschaftsergebnisse, was zu einer Stimmung von 7,5/10 führte.
Die jüngste Form des 1. FC Union Berlin war schlecht, mit Niederlagen gegen Jena und Dresden und einem neuen Trainer, Mauro Lustrinelli, doch die Verpflichtung des Schweizer WM‑Stars Michael Aebischer könnte einen Aufschwung bringen. Die Stimmung des Vereins liegt bei 4,5/10.
Borussia Mönchengladbach hat nach einer weitgehend misslungenen vorherigen Saison einen großen Aufräumungsprozess eingeleitet, was einen Neuanfang für den Verein signalisiert.