Bundesliga
Wie Amos Pieper Werder mit fast 74 % Zweikampfquote stärkt

Im Rhein-Main-Stadion, als Werder Bremen in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim den Anschlusstreffer suchte, sprang der 1,92 m große Innenverteidiger Amos Pieper aus der Defensive hervor. Der 28‑jährige gewann in dieser Saison fast 74 % seiner direkten Duelle und stellte damit die höchste Zweikampfquote aller Stammspieler der Bundesliga.
„Nahezu perfekt“ lautet das Lob, das Daniel Thioune nach dem 2:0‑Sieg über Hoffenheim für Piepers „aktive Ballgewinne“ aussprach.
Piepers Zweikampfstatistik
Im Vergleich zu Dortmunds Nico Schlotterbeck und Bayerns Jonathan Tah ist Pieper der zweikampfstärkste Innenverteidiger der Liga. Nur Jeremiaha Maluze von Eintracht Frankfurt weist derzeit eine bessere Statistik auf, hat jedoch bislang nur zweimal gespielt. Auch HSV‑Leihgabe Luka Vuskovic hatte eine leicht höhere Quote von knapp über 69 % gegenüber Piepers rund 68 %.
In allen acht Bundesligaspielen dieser Saison stand Pieper im Einsatz und führte knapp 82 % seiner Zweikämpfe, mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz.
Einfluss auf Werders Saison
Gegen Hoffenheim blieb Werder erstmals in dieser Saison ohne Gegentor, wobei Pieper in der 45. Minute eine spektakuläre Rettungsaktion vollbrachte. Beim Stand von 0:0 hatte Keeper Karl Hein bereits einen Kopfball von Adam Hlozek zugelassen, doch Pieper kratzte den Ball in letzter Sekunde akrobatisch von der Linie. Seine Tat bewahrte Werder vor einem Rückstand und stärkte das Vertrauen des Trainers in seine Defensivleistung. Daniel Thioune lobte nach dem Spiel das „nahezu perfekte Innenverteidigerspiel“ von Pieper und seinem Mitstreiter Marco Friedl.
Niclas Füllkrug traf mehrfach und schob die Bremer in die obere Tabellensphäre, doch die Abwehr, angeführt von Pieper, blieb die tragende Säule. Die Verletzung von Mitchell Weiser zeigte jedoch, wie zerbrechlich Werder ohne seine Schlüsselspieler sein kann. Im Pokalspiel in Dortmund bestätigte sich, dass Werder stark von Toptorjäger Niclas Füllkrug abhängig ist. Bereits in der Vorsaison zählte Pieper zu den Top‑Zweikämpfern im deutschen Oberhaus.
Samuel Mbangula, an Bologna ausgeliehen, erzielte im Startelf‑Debüt für Bologna drei Tore gegen AC Mailand und wurde zum Man of the Match – eine Leistung, die auch Werders Trainer Thioune erfreute. Das Thema wurde am 2. November 2026 in der Sendung Sportblitz behandelt.