WM
Belgias Cheftrainer behält verletzten Debast bei der WM
Das belgische Teamlager in Doha war von angespannter Stimmung geprägt, als Rudi Garcia den Trainingsplatz musterte. Zeno Debast, bekleidet mit einem Trainingsanzug statt dem Nationaltrikot, bewegte sich unter seinen Teamkollegen – seine Anwesenheit war ebenso eine Botschaft wie jede taktische Übung.
Rudi Garcia brachte Debast trotz der Verletzung des Anderlechters Abwehrspielers zur WM mit, und der Trainer bereut diese Entscheidung nicht. Debast kam in Katar nicht eine Minute zum Einsatz, doch seine Rolle abseits des Platzes war entscheidend für den Zusammenhalt der Belgier.
Garcia sieht in Debast einen Anführer der nächsten belgischen Generation. Mit gerade einmal 20 Jahren hat er sich bereits den Respekt seiner Mitspieler verdient und gilt als künftiger Grundpfeiler der Nationalmannschaft. Seine Bedeutung im Umkleideraum wird durch seine ständige Einbindung trotz Reha-Arbeit unterstrichen.
Debasts Wert zeigt sich auch abseits der Spieltage. Er nimmt an Taktikbesprechungen teil, unterstützt seine Teamkollegen während der Einheiten und bleibt trotz individueller Rehabilitation voll integriert. Die Entscheidung des Trainerstabs, ihn einzubinden, spiegelt eine größere Ambition wider: die Kontinuität vor der EM 2028 zu wahren.
Sobald Debast wieder voll einsatzfähig ist, soll er die belgische Abwehr stabilisieren. Garcias Kaderplanung konzentriert sich nun darauf, verletzte Spieler nah am Team zu halten, statt sie auszuschließen – um sicherzustellen, dass sich niemand während Turnieren isoliert fühlt.
Der Trainer hat seit seinem Amtsantritt den Mannschaftszusammenhalt zur Priorität gemacht. Debast auch dann im Team zu behalten, als er nicht spielen konnte, passt zu dieser Philosophie. Für Garcia ist sein Einfluss abseits des Platzes mindestens ebenso wertvoll wie seine Beiträge auf dem Feld.
Debast selbst hat diese Haltung bestätigt. „Wenn es nach mir ginge, würde ich morgen spielen“, sagte er und signalisierte damit seine Ungeduld, sobald er wieder spielbereit ist.
Für Belgien ist die Wette auf Debast weniger eine Frage von Einsatzminuten in Katar, sondern vielmehr der Aufbau einer Mannschaftsidentität, die sich über die aktuelle Generation hinaus weiterentwickeln muss.