Serie A
Werder Bremen erhöht Druck auf leihspieler Samuel Mbangula
Im italienischen Stadion von Bologna sitzt der 22-jährige Offensivspieler Samuel Mbangula auf der Ersatzbank, während das Spiel gegen die lokale Konkurrenz in der Serie A weiterläuft. Der Werder‑Leihling hat bislang nur zwölf Minuten Einsatz erhalten und steht damit im Fokus des Bremer Klubs.
Mbangula verbraucht die aktuelle Saison im Rahmen einer Leihe beim FC Bologna in der italienischen Serie A. Die Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro, die Werder Bremen für den jungen Flügelspieler bezahlt hat, wurde bereits im Sommer vereinbart. Zusätzlich beinhaltet der Vertrag eine Kaufoption von 12,5 Millionen Euro.
Trainerwechsel erschwert Entwicklung
Im Sommer galt Domenico Tedesco, der damalige Cheftrainer von Werder Bremen, als großer Befürworter der Ausleihe und wollte Mbangula gezielt einsetzen. Seitdem ist Tedesco jedoch entlassen worden, und Raffaele Palladino übernimmt als neuer Trainer von Bologna. Unter Palladinos Führung verbrachte Mbangula die Premiere über die vollen 90 Minuten auf der Bank.
In den ersten beiden Ligaspielen wurde Mbangula insgesamt nur für zwölf Minuten eingewechselt. Die knappe Einsatzzeit verhindert, dass er sich in Form bringen kann, und mindert die Chancen, dass Bologna die Kaufoption ausübt.
Finanzielle Risiken für Werder
Werder Bremen muss ein Minusgeschäft befürchten, sollte die Leihe an der Weser zu einem teuren Reinfall werden. Die vereinbarte Kaufoption von 12,5 Millionen Euro wird kaum attraktiv, wenn Mbangula nicht regelmäßig spielt. Zudem läuft sein Vertrag noch bis 2030, was die langfristige finanzielle Belastung erhöht.
Clemens Fritz, sportlicher Leiter von Werder, betonte: „Er ist ein sehr guter Spieler mit großem Talent. Das muss er jetzt auf den Platz bringen, egal, wer sein Trainer ist.“ Fritz forderte den jungen Offensivspieler, sich durchzubeißen und möglichst viel Spielpraxis zu sammeln.
Sollte die Leihe keinen Erfolg zeigen, kehrt Mbangula im Sommer nach Bremen zurück. Sein Vertrag bleibt bis 2030 gültig, sodass Werder weiterhin über seine Zukunft entscheiden kann.
Die Situation verdeutlicht den wachsenden Druck auf Werder Bremen, aus teuren Investitionen Nutzen zu ziehen, und stellt die Frage, ob junge Talente im Ausland ausreichend Spielzeit erhalten, um ihre Entwicklung zu sichern.