Bundesliga FRAUEN
Weltweite Sperre für Ex-Altach-Funktionär nach heimlichen Aufnahmen
Der Ex-Altach-Funktionär, der über Jahre heimliche Kabinenaufnahmen von Spielerinnen machte, sieht sich nun einer Kabinenaufnahmen Weltweite Sperre gegenüber – eine Entscheidung der FIFA, die das Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Vorfällen bei SCR Altach in Wien endgültig ahndet. Die Sanktion wurde am 4. August vom FIFA‑Disziplinarkomitee bestätigt, nachdem die österreichische Spielergewerkschaft VdF den Antrag gestellt hatte.
Heimliche Aufnahmen und betroffene Spielerinnen
Der ehemalige Funktionär des SCR Altach filmte und fotografierte Spielerinnen, darunter Minderjährige, beim Umziehen und Duschen. Die Aufnahmen entstanden über mehrere Jahre und reichen bis ins Jahr 2018 zurück. Die Vorfälle wurden Ende Oktober 2025 öffentlich, nachdem das Team von den heimlichen Bildern erfuhr. Die Aufnahmen wurden in der Kabine und im Fitnessstudio gemacht.
Am 23. Februar dieses Jahres wurde der Mann vom Landesgericht Feldkirch zu sieben Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt und zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig und bestätigt die Schwere der Tat.
Die österreichische Spielergewerkschaft VdF begleitete die betroffenen Spielerinnen während des Verfahrens und beantragte gemeinsam mit dem internationalen Spielergewerkschaftsverband FIFPRO unter anderem eine weltweite Sperre. Der Antrag wurde von der FIFA‑Gewerkschaft angenommen.
Weltweite FIFA‑Sanktion
Der Weltfußballverband (FIFA) bestätigte am 4. August die weltweite Sperre, die dem Ex‑Altach‑Funktionär jede fußballbezogene Tätigkeit oder Funktion untersagt. Die Entscheidung ist endgültig und bindend, ein Wechsel zu einem Klub oder Verband außerhalb Österreichs ist somit ausgeschlossen. Weltfu ist im Bericht nicht weiter definiert.
„Wer Spielerinnen heimlich in der Kabine filmt, überschreitet eine klare Grenze“, erklärte Christos Papadimitriou, Women’s Football Coordinator der VdF. Er betonte, dass die Sperre ein wichtiges Signal für den gesamten Fußball setze. Die Gewerkschaft sieht darin einen Schutz für die Rechte der Spielerinnen. Die Fifa‑Entscheidung wurde von der Spielergewerkschaft begrüßt.
Durch die Sperre kann der Betroffene künftig keine Funktion mehr im Fußball ausüben, weder in Österreich noch international. Die Entscheidung unterstreicht die Null‑Toleranz‑Politik des Weltfußballverbands gegenüber Missbrauch. Ein Wechsel zu einem Klub oder Verband außerhalb Österreichs ist damit ausgeschlossen.
Die Debatte wirft die Frage auf, wie professionell die Österreichische Frauen‑Bundesliga wirklich ist. Die Diskussion bleibt offen und fordert weitere Maßnahmen zum Schutz der Spielerinnen.