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Welche Folgen die Auflösung der Ultras für Rapid haben könnte

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Welche Folgen die Auflösung der Ultras für Rapid haben könnte

Die 1988 gegründete Ultras‑Gruppe von Rapid steht nach einem Einbruch in Venedig, bei dem ihr „Besuchsfetzn“ und ein gemeinsamer „UR & Gate 13 Jubiläumsfetzn“ gestohlen wurden, ernsthaft vor der Entscheidung, sich aufzulösen. Dieser Schritt könnte massive Veränderungen in Hütteldorf nach sich ziehen und den Verein stark beeinflussen.

Diebstahl in Venedig und seine Folgen

Während des Testspiels Venezia – Rapid (1:0) am Samstag wurde das Auto der Ultras aufgebrochen. Durch die eingeschlagene Scheibe wurde der Kofferraum geöffnet und das „Besuchsfetzn“ sowie ein „UR & Gate 13 Jubiläumsfetzn“ entwendet, heißt es in einem Statement. Die beiden Banner, die bei Auswärtsspielen gezeigt werden, gelten als zentrale Symbolen der Gruppe.

Der „Besuchsfetzn“ ist ein kleineres Banner, das nicht mit dem großen Block‑West‑Banner vergleichbar ist, während das „UR & Gate 13 Jubiläumsfetzn“ eine Kooperation mit den Panathinaikos‑Fans von „Gate 13“ darstellt. Der Vorfall löste zudem in Athen Aufregung aus, weil die gemeinsame Banner‑Tradition verletzt wurde.

Interne Reaktionen und bevorstehende Entscheidungen

Innerhalb des Führungsgremiums gibt es laut KURIER‑Recherchen harte Linien, die eine strenge Auslegung der „Ultras‑Gesetze“ fordern und die Auflösung als einzige sinnvolle Maßnahme ansehen. Andere Mitglieder sehen den Einbruch eher als „ehrenlose Aneignung“ und betonen, dass ein Banner‑Diebstahl nicht mit dem Entwenden einer Tasche gleichzusetzen sei.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass der Vorfall die Stellung der Ultras schwächt. Gerüchte über rivalisierende Fangruppen werden durch das Fehlen einer öffentlichen „Trophäen‑Präsentation“ entkräftet, denn üblicherweise zeigen Fans die erbeuteten Gegenstände sofort, um Druck aufzubauen.

Bis zum LASK‑Spiel nach der Länderspielpause am 11. Oktober soll die Zukunft der Gruppe geklärt sein. Beim nächsten Heimspiel am 16. Oktober gegen Hartberg muss dann entschieden werden, ob der Mittelblock frei bleibt oder ein neuer Anführer im Block West entsteht.

Würde die Ultras‑Gruppe nach 38 Jahren tatsächlich aufgelöst, wäre das ein endgültiges „Aus“ und könnte zu einem Machtkampf im Block führen, der bislang von den Ultras dominiert wurde. Ohne die Ultras, die als erste Anlaufstelle für alle Fan‑Themen fungieren, würde Rapid in Hütteldorf stärker als bisher betroffen sein.

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