Weisers Comeback bei Werder Bremen: Neue Position im Mittelfeld?
Als am Sonntagmorgen die Sonne über dem Trainingsgelände am Weserstadion strahlte, huschte Mitchell Weiser ein breites Lächeln über die Lippen. Der 32‑jährige Rechtsfuß hat nach dem Kreuzbandriss im Sommer 2025 samt schwerer Meniskusverletzung endlich wieder ohne Einschränkungen trainiert und steht kurz vor seinem Comeback – möglicherweise in einer neuen Position im zentralen Mittelfeld. Images/GettyImages
Ende der langen Leidenszeit
Zwar verpasste der 32‑jährige am Samstag noch den furiosen 3:1‑Heimsieg gegen RB Leipzig, doch das offizielle Ende seiner langen Leidenszeit ist nun bestätigt.
„Wir sind zumindest jetzt in dem Rhythmus, dass wir ihn nicht mehr reduzieren“, erklärte Werder‑Cheftrainer Daniel Thioune gegenüber der DeichStube. In der letzten Woche habe man ihn teilweise noch als neutralen Spieler in die Mannschaft eingebunden, doch ab jetzt ist er vollumfänglich wieder im Kader.“
Ein schmaler Tape‑Streifen am Knie erinnert noch an die schwere Verletzung, doch Weiser dribbelt wie früher über das Feld und sucht das Dribbling mit vollem Elan.
Zeitplan für das Comeback
Für das Auswärtsspiel am Samstagabend um 18:30 Uhr bei seinem Ex‑Klub 1. FC Köln sei ein Einsatz noch zu früh, das nächste Training sei entscheidend, und Thioune schätzt, dass Weiser noch ein, zwei volle Trainingswochen brauche. Möglicherweise reicht es bereits für die darauffolgende Partie gegen den FC Augsburg, andernfalls rückt die Länderspielpause Ende September in den Fokus.
Obwohl Arthur im Sommer die rechte Außenbahn besetzt hat und Justin Njinmah verletzt ist, plant Thioune für den 32‑jährigen eine andere Aufgabe: die zentrale Mittelfeldposition. „Wenn Mitch, so wie im Training letzte Woche, zentral spielt und es besser als alle anderen macht, werde ich ihn auf den Platz schicken“, betonte der Coach. Damit hätte Werder Bremen eine zusätzliche Option neben Chuki, Ludovit Reis und Youri Regeer.
Ist Weiser körperlich wieder zu hundert Prozent, wird er sich nicht mit einem Platz auf der Tribüne oder der Ersatzbank zufriedengeben – er will aktiv am Spiel teilnehmen und seine Qualität im neuen Einsatz zeigen.