Watzke fordert Infantino‑Rücktritt nach umstrittenen Entscheidungen
Wenn die FIFA‑Führung weiterhin umstrittene Entscheidungen trifft, sagt Aber BVB‑Präsident Hans‑Joachim Watzke unverblümt, dass Gianni Infantino weg muss. Der 67‑jährige Präsident forderte am Donnerstag beim Big Bang KI Festival in Berlin nachdrücklich das sofortige Ende der Infantino‑Präsidentschaft beim Weltverband FIFA.
„Er sollte weg, ohne Wenn und Aber“, erklärte Watzke, der zugleich Präsident des BVB und des Ligaverbandes, und betonte damit seine klare Haltung. Das Zitat fiel während einer Podiumsdiskussion, bei der das Wort „Bang“ aus dem Veranstaltungstitel „Big Bang KI Festival“ mehrfach fiel. Berlin war damit Schauplatz einer ungewöhnlich scharfen Kritik an der FIFA‑Spitze.
Watzkes wachsende Kritik
Watzke zeigte sich erst letzte Woche im Deutschlandfunk zurückhaltender und hielt einen freiwilligen Rückzug Infinitos „zumindest für denkbar“. Nach der Sitzung des UEFA‑Exekutivkomitees am Dienstag in Thessaloniki sei für den DFB‑Vizepräsidenten jedoch klar, dass der Schweizer nicht zu halten sei. Der BVB‑Präsident kritisierte nun drei Punkte, die seiner Meinung nach das Fass zum Überlaufen brachten.
Er nannte zuerst den FIFA‑Friedenspreis, den US‑Präsident Donald Trump (80) während der Auslosung der WM‑Vorrunde 2026 überreichte, und bezeichnete die Selbstkreation der Auszeichnung durch Infantino als „Wahnsinn“. Zweitens bemängelte er die Balogun‑Affäre, bei der die Sperre des US‑Stürmers Folarin Balogun (25) für das Achtelfinale gegen Belgien nach einem Anruf Trumps aufgehoben wurde. Watzke kommentierte: „Das kann nicht sein, wenn der Staatspräsident den FIFA‑Präsidenten anruft und das sofort eingekassiert wird – ja Wahnsinn.“ Die Fifa‑Entscheidung wurde von Watzke als unverständlich bezeichnet.
Infantino: Zukunft und Gegenkandidat
Infantino, seit 2016 im Amt, hat seine aktuelle Amtszeit bis 2027 bestätigt und bereits angekündigt, sich erneut zur Wahl stellen zu wollen. Die UEFA hat daraufhin erklärt, bis Mitte November einen Gegenkandidaten aufstellen zu wollen. Damit entsteht ein politisches Duell, das die europäischen Verbände weiter spalten könnte.
Hans betont, dass die Pläne, Anteile der WM an US‑Investoren zu verkaufen, völlig wahnsinnig seien, und bezeichnete das Vorhaben als „völlig wahnsinnig“. Er betonte, dass die FIFA auf einem riesigen Geldberg sitze, der den Nationalverbänden gehöre, und fragte: „Warum 20 % oder 30 % an Investoren abgeben, wenn das Geschäft bereits läuft?“
Joachim weist darauf hin, dass der Gegensatz zwischen Watzkes früher zurückhaltender Haltung und seiner heutigen kompromisslosen Forderung verdeutlicht, dass der BVB‑Präsident nun bereit ist, öffentlich gegen die FIFA‑Führung zu kämpfen. Die bevorstehende UEFA‑Entscheidung über einen Gegenkandidaten könnte den nächsten Schritt in diesem Konflikt markieren.