FRAUEN
Warum Rapid-Fans beim Frauen-Derby gegen die Austria ausgeschlossen bleiben
Während das erste Frauen‑Derby zwischen Austria und Rapid am Sonntag um 13 Uhr im Fernsehen übertragen wird, dürfen Rapid‑Fans das Spiel nicht im Stadion besuchen – ein Kontrast, der die unterschiedlichen Traditionen beider Geschlechter verdeutlicht.
Ungleiche Premiere und klare Favoriten
Die Austria ist mit Kapitänin Wenninger (links) klarer Favorit gegen den Aufsteiger Rapid, dessen Kapitänin Haupt das Team führt. In der Geschichte des Wiener Derbys gab es 350 Begegnungen zwischen Austria und Rapid.
Im Männerfußball steht das Derby für große Tradition und Emotion, doch im Frauenfußball soll das Spiel mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball bringen. In der Generali Arena trifft der Dritte auf den Achten der Bundesliga.
Fan‑Beschränkungen und finanzielle Aspekte
Rapid verzichtete selbst auf den Gästesektor für das erste Frauen‑Derby, während die Austria den Ticketverkauf auf eigene Mitglieder beschränkt. Mehr als 2 000 Zuschauer werden kaum ins Stadion kommen, weil der Verkauf nur für Austria‑Mitglieder möglich ist.
Ein großer Teil der zwei Millionen Euro aus der „Rapid‑Anleihe“ fließt in den Frauen‑ und Mädchenbereich. Die 3 609 Fans gegen Inter waren ein Austria‑Rekord, doch beim Derby wird mit weniger als 2 000 Besuchern gerechnet.
Trainerin Katja Gürtler von Rapid betont: „Wir wissen um die Qualität der Austria, wollen aber mutig auftreten. Das wird entscheidend sein.“ Austria‑Trainer Stefan Kenesei ergänzt: „Ich bin aber Austrianer durch und durch. Wir können nicht gegen Rapid verlieren!“
Rapid‑Kapitänin Sandrina Haupt beschreibt den Saisonstart als „durchwachsenen“, nach einem Sieg und insgesamt sieben Punkten. Austria hält mit 16 Punkten aus sieben Spielen in der Liga und brachte am Donnerstag Inter im Champions‑League‑Spiel an den Rand einer Niederlage.