Transfers
Warum Markus Krösches Transfer-Strategie die Eintracht nicht rettet
Markus Krösche, 46, leitet seit fünf Jahren die Sportabteilung der Frankfurter Eintracht und hat mit seiner Transfer-Strategie einen Namen gemacht, wobei die Adler 2022 die Europa League und 2018 den DFB-Pokal gewannen. Zudem nahm die Eintracht zweimal an der Champions League teil.
Erfolge und Platzierungen
In den fünf Jahren vor Krösches Amtsantritt lagen die Bundesliga-Platzierungen bei elf, acht, sieben, neun und fünf. Unter seiner Führung erreichten die Adler elf, sieben, sechs, drei und acht Plätze. Neben den Platzierungen brachte die SGE 2022 den Europapokal der Landesmeister und 2018 den DFB-Pokal.
Fehlentscheidungen und Kritik
Als Erstes kommt der Trainerwechsel von Dino Toppmöller zu Albert Riera in den Sinn; der Spanier war in Frankfurt schnell wieder Geschichte. Zusätzlich belastet ein schwacher Vorsaison und ein Sommer-Flirt mit dem AC Milan Krösches Ansehen am Main. Weitere personelle Fehlentscheidungen haben sich zuletzt gemehrt.
Der argentinische Stürmer Lucas Alario wurde im Sommer 2022 für sechs Millionen Euro von Bayer 04 Leverkusen zur Eintracht geholt. In 26 Pflichtspielen stand er nur zweimal in der Startelf und erzielte zwei Tore, bevor er im Winter '24 für 500 000 Euro zum brasilianischen Klub Internacional wechselte. Heute spielt er für Club Estudiantes de La Plata.
Zu den lukrativen Verkäufen zählen Kolo Muani, Marmoush und Ekitike, die während Krösches Amtszeit hohe Ablösesummen einbrachten. Diese Transfers trugen zur finanziellen Stabilität der Frankfurter Eintracht bei, obwohl einige Entscheidungen kritisiert wurden.
Zu einhundert Prozent richtig liegen kann man als Sportchef eines Fußballvereins in Sachen Transfers nie, doch Krösche zeigte seit fünf Jahren ein überwiegend gutes Händchen. Seine Transfer-Strategie hat der Eintracht sowohl sportliche Erfolge als auch finanzielle Gewinne beschert.
Dennoch bleiben die personellen Fehlentscheidungen ein Hindernis, das die weitere Entwicklung der Eintracht in Frankfurt beeinflussen könnte. Ohne klare Korrekturen könnte die SGE künftig weitere Kritik an ihrer Transfer-Politik erfahren.