Champions League
Warum das Champions-League-Finale nach München geht, Dortmund verliert
Politikum berichtet, dass das Champions-League-Finale 2028 erneut in der Münchner Allianz Arena ausgetragen wird – ein Nachteil für Dortmund, denn die erste Version dieses Artikels erschien Ende Juli. Die UEFA verkündete die Entscheidung am Dienstag, und Jan‑Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, begrüßte die Nachricht.
München als Favorit
Die UEFA erklärte, dass das Königsklassen-Finale 2028 zum sechsten Mal in München stattfindet, nachdem die Stadt bereits 2012 und 2025 Gastgeber war. Jan‑Christian Dreesen betonte, dass die Münchner Allianz Arena für internationale Attraktivität, gelebte Gastfreundschaft und höchste organisatorische Qualität stehe.
Ein Blick auf die Kriterien zeigt, dass nur 22 Stadien in Europa die Vorgaben von Naturrasen, Feldmaßen von 105 × 68 m und mindestens 63 000 Sitzplätzen erfüllen. Wegen des Krieges in der Ukraine sind St. Petersburg, Moskau und Kiew ausgeschlossen, sodass 19 Stadien übrig bleiben.
Die Bernabeu in Madrid, seit 2010 nicht mehr als Finalort genutzt, leidet unter der anhaltenden Super‑League‑Debatte. Stattdessen wird das Metropolitano 2027 Gastgeber, während Barcelona 2029 das Finale erhalten soll – ein Hinweis darauf, dass die UEFA langfristig mehrere Optionen prüft.
Dortmunds Nachteil
Dortmund erwägt offenbar eine Bewerbung nach 2029, doch der Signal‑Iduna‑Park gilt laut UEFA‑Kriterien als nicht optimal, weil er weder die geforderte Kapazität noch die notwendige Infrastruktur bietet.
Weitere Stadien, die nicht den Standards entsprechen, sind Old Trafford, das Millennium Stadium in Cardiff, das Velodrome in Marseille, das Nationalstadion in Baku und die La Cartuja in Sevilla. Diese Orte fehlen an ausreichenden Logen und Luxus‑Hotelkapazitäten.
Die Gegenüberstellung macht deutlich, warum München trotz bereits dreier Final‑Auftritte erneut bevorzugt wird, während Dortmund mit strukturellen Nachteilen kämpft. Sollte Dortmund nach 2029 erneut anstreben, bleibt abzuwarten, ob die Stadt die geforderten Verbesserungen umsetzen kann.