Bundesliga
Waldemar Anton treibt BVB-Aufschwung voran – Konstant und führend
Waldemar Anton befindet sich beim Tabellenführer Borussia Dortmund in absoluter Top‑Form und zählt zu den statistisch besten Spielern der Bundesliga. Der Innenverteidiger liefert alle Eigenschaften, die Jürgen Klopps Vision für das künftige DFB‑Team erfordert, und ist damit ein zentrales Vorbild für die Mannschaft.
Konstanz und Führungsqualität
Nach einer schwierigen ersten Saison, in der er wegen zweier Muskelrisse lange ausfiel, hat sich Anton zur „totalen Konstante“ gemausert. Trainer Niko Kovac bezeichnet ihn als „Leader“, der rund um die Uhr Fußball lebt und seine Mitspieler unterstützt. In der Startelf 2025/26 fehlte Anton in nur drei von 47 Pflichtspielen, während er in Liga und Pokal sämtliche 35 Einsätze über die volle Distanz absolvierte.
Defensive Stabilität beim BVB
Unter Kovacs Führung stellte der BVB im Vorjahr mit 34 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Nach vier Spieltagen, in denen die Westfalen dreimal zu Null spielten, liegt Dortmund gemeinsam mit dem FC Bayern und zwei weiteren Teams an der Tabellenspitze. Anton trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, indem er in Zweikampfquote, gewonnenen Luftduellen und abgefangenen Bällen zu den Besten der Liga gehört.
Im Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend sorgte Anton erneut für klare Worte. Nach der späten Auswechslung des Stürmers Serhou Guirassy in der 74. Minute musste Fabio Silva 60 Sekunden warten, bevor er das Feld betreten durfte, wodurch Dortmund kurzzeitig in Unterzahl spielte. Kovac reagierte ungehalten, doch Anton blieb fokussiert und setzte seine Kernaufgaben fort.
Auf dem Platz kennt Anton Guirassy bereits seit langer Zeit. Beide geben zu, dass sie sich gelegentlich lautstark austauschen, weil sie „so lange zusammenarbeiten, dass man sich auch mal die Meinung sagt“. Diese offene Kommunikation stärkt das Teamklima und fördert die gegenseitige Verantwortung.
Anton ist nicht nur für Dortmund unverzichtbar, sondern auch für die deutsche Nationalmannschaft. Nach seiner WM‑Teilnahme hatte er die wenigste Vorbereitungszeit aller Dortmunder, verlor jedoch nichts von seiner Form. Seine Antizipation und sein taktisches Verständnis erinnern an Mats Hummels, doch Anton geht noch einen Schritt weiter nach vorne.
Für Jürgen Klopp, der eine Defensiv‑Stärke als Basis für das zukünftige DFB‑Team sieht, ist Anton das ideale Vorbild. Seine Erfahrung, körperliche und mentale Fitness sowie seine Führungsqualitäten passen exakt zu Klopps angestrebtem Spielstil.