Bundesliga
Wagner kämpft um den Job, Blessin startet im rheinischen Derby
Im Morgengrauen des 5. Spieltags hört man das Dröhnen der Lautsprecher im ARD‑Sounds‑Studio, wo die Hosts des Bundesliga Updates die bevorstehende Begegnung zwischen 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach analysieren. Beide Trainer stehen am Scheideweg: Alexander Blessin muss sein Team nach einem katastrophalen Saisonstart sofort stabilisieren, während René Wagner um seine Anstellung kämpft.
Die Ausgangslage beider Teams
Die Bundesliga kehrt nach einer langen Länderspielpause zurück, und Gladbachs neuer Coach Alexander Blessin hat sein erstes Pflichtspiel vor sich. Seine Aufgabe ist es, den schlechten Start der Gladbacher so schnell wie möglich zu korrigieren. Auf der anderen Seite muss Köln‑Trainer René Wagner nach vier Spieltagen bereits neun Gegentore kassieren – die schlechteste Defensivbilanz seit 2018. Das Spiel gegen den Hamburger SV, das 0:2 endete, hat die Fans besonders enttäuscht.
Podcast‑Host Jens Walbrodt betont, dass Köln trotz der Niederlage Anzeichen von Verbesserungen zeige: „Die Tore gegen die TSG Hoffenheim sind super rausgespielt, beim Anschlusstreffer gegen den Hamburger SV gibt es gute Bewegungen im Mittelfeldzentrum – das sind Dinge, die Köln‑Fans Mut machen können.“ Tobi Schäfer ergänzt, dass Köln gegen den HSV selbst genügend Ansätze für Tore hatte und das Spiel nicht unbedingt verloren sein muss.
Trainer unter Druck und taktische Aussichten
René Wagner steht vor dem Derby unter enormem Druck, weil das Ergebnis über die gesamte Saison in Köln entscheiden könnte. Schäfer warnt: „Wenn das jetzt auch noch verloren geht, wird es sehr ungemütlich werden.“ Gerüchte über eine mögliche Entlassung Wagners kursieren bereits seit längerem, doch Walbrodt hält ein sofortiges Ausscheiden für unlogisch: „Eine Entlassung zum jetzigen Zeitpunkt würde für mich keinen Sinn ergeben. Der Zeitpunkt unmittelbar nach der Länderspielpause wäre extrem unpassend für einen Trainerwechsel.“
Blessin bringt Energie bei Borussia Mönchengladbach – fünf Spieler im Fokus
Auf Gladbachs Seite hat Blessin erst in dieser Woche dank Rückkehr von Kevin Diks und Ko Itakura alle Stammverteidiger wieder im Kader. Schäfer vermutet, dass Gladbach mit einer Dreierkette spielen wird, wobei zwei Spieler erst kurz vor dem Spiel zurückkehren. Walbrodt meint, es sei schwer abzuschätzen, wie Blessin das Spiel angehen wird, aber er sieht keine unwahrscheinliche Chance, dass Köln das Spiel gestalten und Gladbach über Stabilität hinwegkommen wird.
Standard-Situationen könnten das Zünglein an der Waage sein: Köln ist das schwächste Standard‑Team der Liga und hat bereits vier Gegentore nach ruhenden Bällen kassiert. Gladbach hingegen gilt als eine der wenigen Stärken im Umgang mit Eckbällen. Beide Hosts betonen, dass die dreiwöchige Länderspielpause möglicherweise zu lang war, weil viele Trainer – darunter auch BVB‑Trainer Nico Kovac – von verletzten Rückkehrern berichten.
Kölner Sturm-Problem droht vor entscheidendem Derby gegen Gladbach
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