Bundesliga
Wagner darf nach Tribunal‑Entscheidung Elversberg gegen Bayern leiten
Der Deutsche Fußball‑Bundesligatribunal hat die Sperre des Elversberg‑Cheftrainers Vincent Wagner aufgehoben, nachdem er wegen zweier Platzverweise im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach suspendiert worden war; damit kann er am Sonntag das Heimspiel gegen den FC Bayern München von der Seitenlinie aus leiten, nach einer Entscheidung des Sportgerichtsvorsitzenden Stephan Oberholz.
Tribunal hebt Sperre auf
Wagner wurde in der 45. Minute des Bundesliga‑Spiels gegen Borussia Mönchengladbach wegen unerlaubtem Betretens des Spielfelds verwarnt. Nach dem Pauschalpfiff zeigte Schiedsrichter Martin Petersen ihm unmittelbar nach der Halbzeitpause die zweite Gelbe für unsportliches Verhalten, was zu seiner Platzverweisung und einer automatischen Einspielsperre führte.
Der Trainer legte die Sperre zweimal an und das Deutsche Fußball‑Verband (DFB) erließ am Freitag das abschließende und bindende Urteil. Das Sportgericht stellte fest, dass der Schiedsrichter nach § 11 Nr. 3 der DFB‑Ordnungen einen eindeutigen Fehler begangen habe, wodurch die automatische Sperre aufgehoben wurde. Die German Football Association (Association) bestätigte das Urteil.
Stephan Oberholz, Vorsitzender des Sportgerichtstribunals, erklärte, dass Schiedsrichter Petersen im mündlichen Verfahren erstmals zugegeben habe, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Nach Sichtung neuer Aufnahmen sei klar, Wagner habe das Feld nur betreten, um mit seinen Spielern zu kommunizieren, nicht um den Schiedsrichter zu konfrontieren, weshalb die Ausnahme zugunsten des Trainers gewährt wurde. Ralf Brueck hat die Entscheidung ebenfalls kommentiert.
Summary: Das DFB‑Sportgericht hat die Sperre aufgehoben, sodass Wagner am Sonntag gegen Bayern Munich von der Touchline aus führen kann.