Wael Mohya bekommt Man of the Match ohne Geldbonus

Wael Mohya, 17‑jähriger Spieler von Borussia Mönchengladbach, erhielt nach dem 3:2‑Sieg in Stuttgart am Freitag die Auszeichnung „Man of the Match“, obwohl er laut eigener Aussage nur Taschengeld von seinen Eltern bekommt und keinen Überblick über sein Kontoguthaben hat.
Keine Prämie für Man of the Match
Im Profifußball erhalten Spieler für Siege, Unentschieden, Tore oder den Gewinn eines Pokals mit einem goldenen Ball Geldprämien. Trotzdem wird für die offizielle „Man of the Match“-Trophäe nach einem Bundesligaspiel keine Prämie ausbezahlt. Die Prämien sollen die Motivation steigern und das Leistungsniveau sichern.
Wael Mohya betont, dass er nur das Taschengeld seiner Eltern bezieht und keinerlei Kenntnis von seinem Kontostand hat. Damit ist er ein erfrischendes Gegenbeispiel zu den üblichen finanziellen Anreizen im Fußball. Seine Eltern zahlen ihm lediglich ein wöchentliches Taschengeld, das er für persönliche Ausgaben nutzt.
Dass Profifußballer nicht zwingend besser spielen, aber bei Geldanreizen mehr laufen, ist allgemein bekannt. Deshalb gibt es zahlreiche Bonusregelungen, die junge Talente bereits in der Jugendzeit locken. Damit wird deutlich, dass finanzielle Anreize bereits im Jugendbereich eine zentrale Rolle spielen.
Für einen 17‑Jährigen, der das Spiel frei und fröhlich gestaltet, mag Geld unwichtig erscheinen. Dennoch zeigt sein Umfeld, dass selbst in dieser „Parallelwelt“ finanzielle Anreize allgegenwärtig sind. Mohyas Beispiel verdeutlicht, dass nicht alle jungen Profis von den hohen Summen profitieren, die im oberen Fußball üblich sind.