Vuskovic treibt HSV-Defence an, obwohl Sperre bis November
Im Volksparkstadion spürt man sofort die Präsenz des 24‑jährigen Innenverteidigers Mario Vuskovic, der als Dampf Schattenprofi das Training des Hamburger SV aufmischt, obwohl für ihn noch ein striktes Pflichtspielverbot gilt und die vierjährige Dopingsperre erst am 15. November 2026 endet.
Das aktuelle, das die Szene im Volksparkstadion zeigt, stammt von Stuart Franklin/GettyImages.
Strenge Sperre und schrittweise Rückkehr
Die offizielle Sperre für den Kroaten Vuskovic läuft exakt 1.404 Tage und begann vor vier Jahren. Erst am 15. November 2026 wird die Sperre aufgehoben. Nach rund drei Wochen intensiven Einzeltrainings ist er seit kurzer Zeit wieder voll im Mannschaftstraining des Hamburger SV integriert.
Obwohl er am kommenden Wochenende beim Gastspiel in Hoffenheim nur zuschauen darf, sorgt seine Anwesenheit bereits für neue Dynamik in der Abwehr. Trainer Merlin Polzin beobachtet, wie Vuskovic mit den Hufen scharrt und die etablierten Verteidiger herausfordert. Die Spieler spüren den zusätzlichen Druck und steigern ihr Engagement.
Defensivwettbewerb beim HSV
Mit der Rückkehr von Sebastiaan Bornauw nach überstandenen Muskelproblemen hat Polzin ein Luxusproblem im Abwehrzentrum. Neben Bornauw und Nicolas Capaldo kämpfen Jordan Torunarigha, Warmed Omari und Shafiq Nandja um den linken Platz in der Dreierkette. Der gesperrte Kroate fungiert dabei als zusätzlicher Antreiber, obwohl er selbst nicht spielen darf.
„Jeder will auf dem Platz stehen, das spürst du. Das wird angetrieben von Mario, der eher im B‑Team spielt, aber trotzdem etwas anschiebt. Das ist eine sehr coole Situation“, schwärmte Polzin auf der abschließenden Pressekonferenz und bezeichnete Vuskovic als perfekten Schattenprofi.
Polzin betonte zudem die bemerkenswerte persönliche Reife des 24‑jährigen Kroaten: „Er ist ein Spieler geworden, der noch mehr weiß, was in welcher Situation wichtig ist, der noch gewissenhafter mit Spielsituationen, aber auch mit dem generellen Leben als Fußballprofi umgehen kann.“
Dennoch warnt der Trainerstab, die Belastung behutsam zu steuern. „Wir sollten nicht sagen, dass er unser nächster Superstar wird. Wir müssen aber auch keine Angst haben, dass er nicht mehr gegen den Ball treten kann“, erklärte Polzin, um überzogene Erwartungen zu vermeiden.
Ausblick auf das Nordderby
Die Fans und Vuskovic selbst blicken bereits auf das prestigeträchtige Nordderby am 22. November, das nach der Länderspielpause gegen den Erzrivalen Werder Bremen ausgetragen wird. Ein solches Aufeinandertreffen wäre die ideale Bühne für ein emotionales Pflichtspiel‑Comeback, das die Hansestadt seit über vier Jahren ersehnt.