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Votezahlen zeigen Kluft zwischen Beckenbauer und Beer

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Votezahlen zeigen Kluft zwischen Beckenbauer und Beer

Günter Netzer und Paul Breitner stehen zusammen mit Co an der Spitze einer von organisierten Abstimmung, die die 20 besten Spieler der Siebzigerjahre ermittelt hat. Die Rangliste, von Platz 20 bis Platz 1, offenbart überraschende Diskrepanzen zwischen Stimmenzahlen und sportlichen Karrieren.

Votezahlen von Platz 20 bis Platz 1

Auf Platz 20 liegt Erich Beer mit 76 Stimmen, ein Berliner Beer, der über 100 Tore für Hertha erzielte und als Legende gilt. Ganz oben führt Franz Beckenbauer mit 4 457 Stimmen auf Platz 1, gefolgt von Gerd Müller (4 344 Stimmen, Platz 2) und Paul Breitner (525 Stimmen, Platz 9). Die Differenz zwischen den Stimmen verdeutlicht, dass die Popularität nicht immer mit der reinen Trefferquote korreliert.

Uli Hoeneß, der mit 124 Stimmen den neunten Rang belegt, war nicht nur Weltmeister und Europameister, sondern dreimal Europapokal‑der‑Landesmeister‑Sieger und dreimal Deutscher Meister. Er hörte bereits mit 27 Jahren als Spieler auf, wurde später Manager und war in den siebziger Jahren noch nicht im Knast. Rainer Bonhof, 283 Stimmen (Platz 16), war Uefa‑Cup‑Sieger, viermal Deutscher Meister und zweimal Pokalsieger. Seine Laufbahn illustriert, wie Erfolg auf dem Platz in eine einflussreiche Managementkarriere übergehen kann.

Karrieren nach dem Spielfeld

Günter Netzer, mit 3 012 Stimmen auf Platz 5, war ebenfalls Weltmeister, Europameister, zweimal Europapokal‑Sieger und zweimal Fußballer des Jahres, doch er ist ebenso für seine eigenwillige Frisur und die spätere Liebesbeziehung mit Gerhard Delling bekannt. Allan Simonsen, 323 Stimmen (Platz 15), gewann dreimal die Deutsche Meisterschaft, erhielt den Ballon d’Or und wurde später Nationaltrainer der Färöer. Beide Beispiele zeigen, dass die Legende über das Spielfeld hinausreicht.

Bernd Hölzenbein, 238 Stimmen (Platz 18), erzielte 160 Bundesliga‑Tore für Frankfurt und schoss im WM‑Finale 1974 den entscheidenden Elfmeter. Kevin Keegan, mit 563 Stimmen (Platz 7), wurde Deutscher Meister mit dem HSV, gewann mehrfach den Ballon d’Or und prägte den Vornamen Kevin in England. Wolfgang Overath, 636 Stimmen (Platz 5), sammelte 82 Länderspiele, über 500 Einsätze und mehr als 100 Tore für Köln, was seine Rolle als Weltmeister und Europameister unterstreicht.

Die Abstimmung und ihr Hintergrund

Die gesamte Rangliste wurde von präsentiert, wobei jede Position mit dem Hinweis „ vergrößern“ gekennzeichnet ist. Insgesamt wurden über 20 000 Stimmen gesammelt, wobei die einzelnen Stimmenzahlen von 76 bis 4 457 reichen. Bernard Dietz, 455 Stimmen (Platz 11), absolvierte fast 500 Bundesligaspiele für Duisburg, was seine lange Präsenz im deutschen Fußball unterstreicht. Die Vielfalt der genannten Legenden – von Jupp Heynckes (880 Stimmen) bis zu Bernard Dietz (455 Stimmen) – verdeutlicht die Breite des deutschen Fußballs in den Siebzigerjahren.

Die Gegenüberstellung von Stimmenzahlen und den jeweiligen Lebenswegen zeigt, dass die Erinnerung an die Siebzigerjahre sowohl von reinen Leistungsdaten als auch von persönlichen Geschichten geprägt ist. Damit bleibt die Liste ein lebendiger Spiegel der unterschiedlichen Wege, wie Spieler zu Legenden werden.

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