Vincent Kompany wirft in Bayern‑Pressekonferenz Bischof‑Frage um Kimmich auf
Im Konferenzraum des FC Bayern, nur wenige Minuten vor dem Spiel gegen den FC Augsburg, stand Trainer Vincent Kompany hinter einem großen Jacuzzi‑, während er über die jüngsten Leistungen von Joshua Kimmich sprach. Gleichzeitig erinnerte er an Rafael van der Vaart und Nigel de Jong, die einst in einem Jacuzzi über die belgische Nationalmannschaft diskutierten.
Bischofs Einsatz und Status
Auf die Frage des Reporters zu Tom Bischof reagierte Trainer Vincent Kompany vom FC Bayern mit einem ausgedehnten Monolog. Der 21‑jährige Allrounder hatte im DFB‑Team zuletzt an der Seite seines Münchner Kollegen Aleksandar Pavlovic starke Leistungen gezeigt. In München war Bischof in der noch jungen Saison eher sporadisch zum Einsatz gekommen – von 630 möglichen Minuten absolvierte er nur 205. Kompany ließ offen, ob diese Zahlen seinen Status beim FC Bayern beeinflussen könnten.
Die übliche Doppelsechs des FC Bayern besteht aus Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Nach der Bischof‑Frage zog Kompany einen etwa dreieinhalbminütigen Monolog, in dem er zahlreiche kuriose Schwenks setzte. Er bezeichnete Bischofs frühe Einsatzzeit als „nicht abnormal“ und betonte, dass die Nationalelf für seine Startelf‑Entscheidungen keine Rolle spiele.
Kompany gibt Rat zum Nationalteam‑Gefühl
Im weiteren Teil seiner Rede gab Kompany den Spielern einen Rat, die in ihren Nationalmannschaften Enttäuschungen erlebt hatten. Er sagte: „Die können das hinter sich lassen und mit dem Gefühl zurückkommen, das sie beim letzten Spiel bei Bayern hatten: 7:0 zuhause, wo die alle überragend gespielt haben.“ Damit unterstrich er, dass ein gutes Gefühl für die Rückkehr ins Training entscheidend sei.
Kurz vor der Länderspielphase feierte der FC Bayern ein Schützenfest gegen Union Berlin. Kompany erinnerte dabei an seine eigene Spielerzeit beim HSV, als die belgische Nationalmannschaft auf Platz 70 bzw. 80 der Weltrangliste rangierte. Er scherzte gegenüber Sportdirektor Christoph Freund, dass das damals fast wie Österreich vor ein paar Jahren gewesen sei.
Van der Vaart und de Jong im Jacuzzi
Kompany erzählte, dass Rafael van der Vaart und Nigel de Jong, seine ehemaligen Mitspieler beim Hamburger SV, einst in einem Jacuzzi saßen und fragten: „Was war los mit Belgien?“ Sie hatten das Gespräch mit den Deutschen geführt, um das negative Gefühl nach Niederlagen der Nationalmannschaft zu analysieren. Der ehemalige Belgier betonte, dass man nur mit einem guten Gefühl zurückkehren könne.
Zum Abschluss mutmaßte Kompany, dass Joshua Kimmich „hinter deinen Gedanken“ stecke, obwohl er den Namen nicht genannt hatte. Er vermied bewusst Lobgesänge auf Bischof, weil er befürchtete, dass sie im Umkehrschluss gegen Kimmich gewertet werden könnten. Kimmich hatte im DFB‑Team bei der Niederlage gegen Griechenland enttäuscht und musste anschließend, entgegen seinem Willen, im Zuge von Jürgen Klopps Kaderwechsel das Land verlassen, während Bischof und Pavlovic glänzten.
Kompany verband damit seine eigenen internationalen Erfahrungen mit der aktuellen Situation im FC Bayern und machte deutlich, dass das Gefühl der Spieler sowohl im Club als auch in der Nationalmannschaft ausschlaggebend sei. Sein ungewöhnlicher Monolog zeigte, dass er bei Trainerentscheidungen stärker auf die mentale Verfassung als auf reine Leistungsdaten setzt.