Bundesliga FRAUEN
Viktoria zwingt Bayer Leverkusen zum Kampf in der Pokalverlängerung
Am Sonntagnachmittag zwang das Frauen-Team des FC Viktoria 1889 Berlin den Erstligisten Bayer 04 Leverkusen im DFB-Pokal nach einer torlosen regulären Spielzeit zu einer Verlängerung und musste sich schließlich mit 0:2 geschlagen geben. Vor 2 033 Zuschauern in Berlin‑Lichterfelde stand das Spiel von Anfang an unter Spannung.
Viktoria gegen Bayer 04 Leverkusen
Nach 90 Minuten blieb es bei 0:0, doch die eingewechselte Maja Sternad brachte Bayer Leverkusen in der 93. Minute und erneut in der 101. Minute in Führung. Damit setzte der Tabellensechste des Oberhauses seine Erstligisten‑Qualität durch.
Ab der 104. Minute spielte Viktoria in Unterzahl, weil Torhüterin Michele Tschudin verletzt ausschied und Feldspielerin Sarah Stöckmann das Tor übernehmen musste. Trotz der Kürzung blieb das Team kämpferisch, doch die beiden Treffer reichten nicht.
Weitere Pokalspiele und Ergebnisse
Im selben Pokalturnier erreichte der 1. FC Union Berlin das Achtelfinale, indem er vor 1 906 Zuschauern in der Avnet Arena den Drittligisten 1. FC Magdeburg mit 5:0 (3:0) besiegte; Magdeburg belegt in der Regionalliga Nordost den zweiten Tabellenplatz.
Die Fußballerinnen von Hertha BSC, vertreten durch den Trainer Tobias Kurbjuweit, verloren in der ersten Runde gegen den 1. FC Köln mit 1:2 (1:1). Kurbjuweit sagte nach dem Spiel: "Wir sind Aufsteiger in die zweite Liga und durften uns heute mit einem super Gegner messen. Letztendlich haben die Kölnerinnen verdient gewonnen."
Turbine Potsdam führte lange mit 2:0 gegen den VfB Stuttgart, doch ein Platzverweis und ein roter Kartenausweis für Thalia Dias de Souza änderten das Spiel. Nach einem 2:2‑Ausgleich durch Verena Wieder und Mira Arouna erzielte Chantal Hagel in der Verlängerung das 3:2‑Tor für Stuttgart, das damit den Pokalaus für die Potsdamerinnen besiegelte.
Die Begegnungen zeigten die hohe Leistung beider Erst- und Zweitligisten im Frauen‑DFB‑Pokal und verdeutlichten, dass selbst etablierte Teams wie Bayer Leverkusen und Köln nicht selbstverständlich gewinnen. Als die Spiele endeten, blieb die Spannung für die kommenden Runden hoch.