Bundesliga
VfL Wolfsburg Strobl verteidigt Team trotz unverständlicher Pfiffe
VfL Wolfsburg Trainer Tobias Strobl (38) verteidigte sein Team nach einem 5:1 Heimsieg gegen SV Darmstadt 98 am Freitagabend, obwohl bei einem Zwischenstand von 1:1 laute Pfiffe aus den eigenen Reihen erklangen. Der Sieg war der erste Heimsieg seit mehr als acht Monaten.
Spielverlauf und Torschützen
Alexander Bernhardsson traf in der 14. und 61. Minute, Robert Glatzel erhöhte in der 40. und 79. Minute, und Muhammed Damar erzielte sein Debüttor. Joakim Maehle brachte Darmstadt nach einem missglückten Befreiungsschlag zum 1:1-Ausgleich, bevor Wolfsburg die Partie dominierte.
Strobl reagiert auf die Pfiffe
Als in der 39. Minute die ersten Pfiffe aus dem Volkswagen‑Arena‑Publikum zu hören waren, äußerte Strobl sein Unverständnis im Interview bei "Sky": „Völlig unverst\u00e4ndlich“. Er betonte, dass die Mannschaft intensiv an einer neuen Spielidee arbeite und ein einzelner Aufbaufehler Teil des Entwicklungsprozesses sei. \"Die Jungs geben alles, rei\u00dfen sich den Hintern auf. Ich habe die Pfiffe überhaupt nicht verstanden\", sagte Strobl.
Strobl erklärte weiter, dass die Verbindung zwischen Mannschaft und Anh\u00e4ngern bis dahin gut gewesen sei, weshalb die Reaktion ihn besonders überrascht habe. Nach dem Schlusspfiff sp\u00fcrte er, dass bei allen Beteiligten eine Last abgefallen sei.
Gast‑Coach Florian Kohfeldt (43) zog nach dem Spiel einen Vergleich mit dem FC Bayern: \"Es f\u00e4hlt sich an wie ein Spiel gegen Bayern in der Bundesliga.\" Er betonte die Dominanz und die individuelle Qualit\u00e4t der Nieders\u00e4chsischen Mannschaft.
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Wolfsburgs Heimbilanz war seit Jahresbeginn 2025 schwach: nur vier Siege in 29 Liga‑Heimspielen. Zwei Wochen zuvor hatten sie gegen Aufsteiger Energie Cottbus nach einer 3:0‑F\u00fchrung ein 4:4-Endergebnis zugelassen. Der letzte Heimsieg vor Darmstadt war am 14. Januar 2026 gegen den FC St. Pauli (2:1).
Nach dem Sieg geht es f\u00fcr das Team in die L\u00e4nderspielpause und weiter zum Topspiel gegen den 1. FC N\u00fcrnberg. Strobl sieht das Spiel als Benchmark f\u00fcr das, was Wolfsburg erreichen will.