VfL Bochum verbietet synchrones Hüpfen vor Spiel gegen Arminia
Der VfL Bochum hat für das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Arminia Bielefeld ein ungewöhnliches Verbot erlassen: Auf der Osttribüne dürfen die Fans nicht mehr gemeinsam rhythmisch hüpfen oder springen. Verstöße können laut Verein zur Sperrung der gesamten Ostkurve führen, die bis zu 10 000 Zuschauer fasst.
Betroffene Tribünenbereiche
Das Verbot gilt für die Stehplatzblöcke N2, O, P und Q auf der Osttribüne des Ruhrstadions. Dort sind „gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen“ ab sofort strengstens untersagt.
Der reguläre Torjubel bleibt jedoch ausdrücklich erlaubt, sodass die Fans ihre Freude weiterhin lautstark zeigen können. Das Verbot richtet sich ausschließlich gegen choreografiertes, synchrones Springen, nicht gegen einzelne Sprünge einzelner Zuschauer.
Grund für das Verbot
Ein beauftragtes Ingenieurbüro untersuchte im Zuge der geplanten Modernisierung das Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente. Dabei stellte es fest, dass bei synchronisierten Bewegungen vieler Menschen ein sogenannter „Trampolineffekt“ entstehen kann, der bei ungeübten Stadionbesuchern Unwohlsein auslöst.
Die Tragfähigkeit der Tribüne sei zwar gewährleistet, jedoch könne das kollektive Hüpfen zu starken Vibrationen führen, die das Wohlbefinden beeinträchtigen. Aus diesem Grund ordnete die Bauaufsichtsbehörde per Ordnungsverfügung das Hüpfverbot an, um die Belastung künftig zu vermeiden.
Mögliche Konsequenzen und Ausblick
Verstöße gegen das Verbot könnten im schlimmsten Fall zur kompletten Sperrung der Ostkurve führen, wodurch ein Bereich für bis zu 10 000 Plätze verloren ginge. Der VfL Bochum betont, dass das Verbot nur vorübergehend sei und mit Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahr 2028 wieder aufgehoben wird.
„Der VfL bedauert die unumgänglichen Maßnahmen, ist aber erleichtert darüber, dass die Osttribüne bei Einhaltung des Hüpfverbots unter voller Auslastung genutzt werden kann“, erklärte die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH. „Sofort erhebliche Konsequenzen drohen bei Zuwiderhandlungen“, forderte der Klub seine Fans eindringlich auf, die Vorgabe zu beachten.
Bis zur Fertigstellung der Modernisierung im Jahr 2028 heißt es für die Bochumer Fans, die Stimmung zu erhalten – jedoch nur mit beiden Füßen auf dem Boden. Das Team hofft, dass die Unterstützung der Anhänger trotz des Hüpfverbots erhalten bleibt.