VfB Stuttgart hält am Torplan fest, obwohl Seimen im Juli ausfiel
VfB Stuttgart bleibt seinem Torwart‑Plan treu, obwohl der 20‑jährige Dennis Seimen im Juli eine Oberschenkelverletzung erlitt und den kompletten Saisonstart verpasste. Nach Alexander Nübels Abgang in Richtung Besiktas Istanbul wurde die klare Marschroute definiert: Seimen sollte die neue Nummer eins werden.
Der mutige Sommerplan
Im Sommer trafen die Verantwortlichen in Stuttgart die Entscheidung, Nübel zum türkischen Klub zu verabschieden und stattdessen das wohl größte deutsche Torwarttalent, Dennis Seimen, zu befördern. Der Plan sah vor, dass Seimen sofort die erste Wahl zwischen den Pfosten wird.
Rückschlag und Zwischenlösung
Ein bitterer Rückschlag kam im Juli, als Seimen sich eine Oberschenkelverletzung zuzog und die gesamte Startphase der Bundesliga verpasste. Statt panisch auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, setzten die Bosse auf den erfahrenen Fabian Bredlow, der seit seinem Wechsel 2019 stets im Schatten von Keepern wie Kobel, Müller oder Nübel stand.
Bredlow lieferte in den ersten vier Ligaspielen solide Leistungen, holte zwar nur drei Punkte, blieb aber in der Bundesliga und Champions League weitgehend fehlerfrei und zeigte starke Paraden. Trainer Sebastian Hoeneß betonte, dass die ursprüngliche Idee des Torwart‑Plans unverändert bestehe.
Ausblick nach der Pause
Nach der aktuellen Länderspielpause wird Seimen voraussichtlich wieder zu hundertprozentiger Fitness zurückkehren. Das nächste Ligaspiel am 10. Oktober findet gegen Seimens Ex‑Klub SC Paderborn statt, was zusätzlichen Ansporn für das Comeback bietet.
Hoeneß lobte Bredlow als „sehr starke Nummer zwei“ und bestätigte, dass die Konkurrenzsituation das Mannschaftsverhältnis nicht belastet. Bredlow selbst erklärte, er könne nur seine Leistung beeinflussen und sei bereit, nach der Pause wieder die Rolle des Edeljokers zu übernehmen.