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Verzögerter Stadionausbau zwingt Union länger ins Olympiastadion

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Verzögerter Stadionausbau zwingt Union länger ins Olympiastadion

Stand: 03.09.2026 – Der geplante Stadionausbau des 1. FC Union Berlin verzögert sich, sodass die „Eisernen“ länger als zunächst gehofft ins Olympiastadion ausweichen müssen. Die Umbauarbeiten an der Alten Försterei sollen erst Anfang 2028 beginnen, was den Umzug um ein bis anderthalb Spielzeiten verschiebt.

Ursprünglicher Zeitplan und Ausweichort des Frauen-Teams

Ursprünglich war der Umzug für ein Jahr vom Sommer 2027 bis zum Sommer 2028 geplant. Durch behördliche Auflagen wird der Start der Umbauarbeiten an der Alten Försterei erst zum Jahresbeginn 2028 verschoben. Die Köpenicker müssen nun eineinhalb Spielzeiten bis zum Beginn der Saison 2029/30 im von Hertha BSC genutzten Olympiastadion ausweichen.

Der Ausweich-Spielort für das Frauen-Team ist noch nicht festgelegt. Union hat noch keine Entscheidung getroffen, wo die Unionerinnen während der Bauzeit ihre Heimspiele bestreiten werden.

Kritik des Präsidenten und bürokratische Hürden

Union Berlins Präsident Dirk Zingler äußerte harte Kritik an zu vielen Auflagen und an der Bürokratie. Er kündigte an, dass die Fußball‑Bundesligisten länger im Olympiastadion verbleiben müssen. „Wir sind kompliziert und wir behindern uns selbst am Erfolg in unserem Land. Und das ist letzten Endes in unserer Stadt nicht anders“, sagte der 62‑jährige Unternehmer.

Behördliche Auflagen verlangen die Fällung von Bäumen erst ab November, wodurch die Bauzeit weiter nach hinten rückt. Zusätzlich muss Union für jedes gefällte Vogelnest drei Ersatznester errichten, wobei Zingler betont, lieber 30 Nistkästen mehr aufzuhängen als zehn zu wenig.

Der Umbau des Stadions ist für Union die „Lebensgrundlage“ und soll das Fassungsvermögen von derzeit gut 22.000 auf fast 40.000 Zuschauer am Ende verdoppeln. Für das Projekt veranschlagt der Verein 190 Millionen Euro. Zingler betonte, dass viel investiert werden müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Union erziele den geringsten Ertrag pro verkaufte Eintrittskarte, bedingt durch nur rund 4.000 Sitzplätze und 18.000 Stehplätze. Selbst Aufsteiger wie SV Elversberg generieren höhere Spieltagseinnahmen, während Schalke 04 nicht mit Union vergleichbar sei.

Zingler rechnet mit einer Entscheidung zum Ausweichort des Frauen-Teams innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen. Im Olympiastadion werden die Unionerinnen nicht spielen, wie die aktuelle Sendung von rbb 24 am 03.09.2026 mit Stephanie Baczyk und Dirk Zingler verdeutlicht.

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