Bundesliga
Ungewöhnliche Maßnahme lässt Gladbach-Stars Frontalunterricht bekommen
Ungewöhnliche Maßnahme Gladbach-Stars: Am Sonntagnachmittag empfängt der 1. FC Köln den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach im RheinEnergieStadion. Beide Teams stehen derzeit in der Bundesliga auf den Plätzen zwölf und achtzehn, haben nach vier Spieltagen null Punkte und gehen mit einem wichtigen Derby in die Partie.
Tabellenlage beider Teams
Der 1. FC Köln belegt zurzeit den zwölften Tabellenplatz, während Borussia Mönchengladbach den letzten Rang innehat. Beide Mannschaften haben nach den ersten vier Spieltagen noch keinen Punkt gesammelt, was die Dringlichkeit eines Sieges unterstreicht. Damit stehen beide Clubs vor der Aufgabe, in den nächsten Spielen dringend Punkte zu sammeln.
Alexander Blessin, der neue Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, nutzte die Länderspielpause, um ohne unmittelbaren Pflichtspieldruck mit seiner Mannschaft zu arbeiten. Gleichzeitig musste er jedoch akzeptieren, dass mehrere Spieler im Dienst ihrer Nationalteams waren und nicht trainieren konnten. Die fehlenden Nationalspieler seien vor allem im Abwehrbereich zu spüren, was die Vorbereitung erschwere.
Ungewöhnlicher Frontalunterricht
Um die zurückkehrenden Nationalspieler schnellstmöglich wieder einzubinden, greift Blessin zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: ein intensiver „Frontalunterricht“. Wie er gegenüber WDR erklärte: „Mal sehen, wie sehr dann der Kopf qualmen wird. Wir müssen es schnellstmöglich hinkriegen, dass wir den Jungs nahebringen, was wir uns in den vergangenen zehn Tagen erarbeitet haben.“
Betroffen sind unter anderem Innenverteidiger Ko Itakura, Kevin Diks und Jan Leszczynski, die fast das gesamte Abwehrzentrum bilden. Da die Fohlenelf voraussichtlich auf eine Dreierkette umstellen will, müssen gerade die Innenverteidiger die taktische Veränderung sofort umsetzen. Die Spieler sollen die neuen Vorgaben bereits im Training umsetzen, um im Derby sofort einsatzbereit zu sein.
Taktische Umstellung auf Dreierkette
Der geplante Wechsel zur Dreierkette erfordert von den Innenverteidigern ein neues Stellungsspiel und ein schnelleres Zusammenspiel, weshalb Blessin die zusätzlichen Trainingseinheiten als notwendig erachtet. Blessin hofft, dass die kompakte Formation die Defensive stabilisiert und gleichzeitig Angriffsmöglichkeiten eröffnet.
Blessin betont die Bedeutung des Rhein-Derbys: „Derbys sind etwas Großartiges, ich freue mich darauf. Die Situation ist prekär, wir brauchen die Punkte. Es kann eine Initialzündung sein und das wollen wir für uns nutzen.“
Ein Sieg beim Effzeh könnte die noch kleine Flamme des Aufbruchs spürbar anheizen und als Energieschub für die kommenden Wochen dienen, solange die Mannschaft nach null Punkten dringend neue Impulse braucht. Ein positiver Ausgang könnte das Selbstvertrauen stärken und die Saison neu ausrichten.