Ultras Rapid kämpfen gegen Auto-Diebstahl und sichern Banner zurück
Die Ultras Rapid sahen sich nach einem freundschaftlichen Testspiel in Venedig plötzlich mit einem Auto‑Diebstahl konfrontiert, bei dem zwei bedeutende Transparente, darunter ein Gate‑13‑Jubiläums‑Fetzn, aus dem Kofferraum verschwanden. Ein erstes Statement auf ihrer Webseite löste heftige Diskussionen aus.
Vor einer Woche testete Rapid in Venedig ein Freundschaftsspiel, bei dem die Freundschaft der beiden Fanlager im Vordergrund stand. Die Ultras Rapid begleiteten das Geschehen und betonten die enge Verbundenheit beider Gruppen. Sportliche Aspekte traten erst später in den Hintergrund.
Auto‑Diebstahl und gestohlene Transparente
Am vergangenen Sonntag wurde bekannt, dass ein Auto der Fangruppierung Ultras Rapid aufgebrochen worden war. Aus dem Kofferraum wurden zwei bedeutende Transparente – ein Besuchsfetzn und ein UR & Gate 13 Jubiläumsfetzn – entwendet. Die Gruppe veröffentlichte ein sofortiges Statement auf ihrer Webseite.
In der eigenen Ultras‑Logik gilt es, die eigenen Fetzn zu verteidigen, denn ein Diebstahl wird als Demütigung empfunden. Die Ungewissheit über die Zukunft der größten Fangruppe im Block West wuchs, und über eine mögliche Auflösung wurde heftig diskutiert. Am Dienstagabend wurde das ursprüngliche Statement von der Webseite genommen.
Klärung des Vorfalls
Mittlerweile stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen gezielten Angriff handelte, sondern um einen in Italien häufig vorkommenden Autodiebstahl. Die Transparente gelangten wieder in die Hände der Ultras, sodass die Auflösung der Gruppe vom Tisch war. Die Situation beruhigte sich rasch.
Am Samstag, eine Woche nach dem Spiel in Venedig, veröffentlichten die Ultras ein abschließendes Statement, das die Episode als die mit Abstand schwierigste ihrer Gruppengeschichte bezeichnete. Darin hieß es: „Wir waren sprichwörtlich zerrissen.“ Die Gruppe betonte, dass sie die Rapid‑Spieler künftig lautstark anfeuern werde.
Zunächst hatte man von einem Angriff einer rivalisierenden Gruppe ausgegangen, doch mehrere feindliche Fanszenen versicherten, nicht involviert zu sein, und deuteten auf ein zufälliges Verbrechen hin. Gemeinsam mit den befreundeten Ultras von Venedig habe man vor Ort „alles auf den Kopf gestellt“ und die Täter ausfindig gemacht. Die Rückholung der beiden Transparente wurde ermöglicht.
Abschließend erklärte die Gruppe: „Wir werden aus dieser Geschichte unsere Lehren ziehen, uns wie nie zuvor hinterfragen und trotzdem gestärkt daraus hervorgehen.“ Sportlich trifft Rapid am kommenden Sonntag im Topspiel auf den LASK in Linz und kann dort auf die volle Unterstützung der Ultras zählen.