Uli Hoeneß wirft Karl-heinz Rummenigge vor – Eberl im Fokus
Im Interview mit der Welt am Sonntag äußerte Uli Hoeneß, Ehrenpräsident von FC Bayern München, scharfe Kritik an Karl‑Heinz Rummenigge. Die Äußerung löste sofort FC Bayern München News und Gerüchte Doppelmoral aus, weil Hoeneß den Vorstandskollegen öffentlich anprangert. Hoeneß bemängelte, dass Rummenigge seine Abstinenz bei der Abstimmung über Max Eberls Vertragsverlängerung öffentlich gemacht habe.
Kritik an Rummenigge und Max Eberl
„Ich finde es schade, dass er das öffentlich gesagt hat, das war nicht notwendig“, sagte Hoeneß in Richtung seines langjährigen Weggefährten. Er betonte, dass in dieser Frage unterschiedliche Meinungen bestünden und verwies auf die Abstimmung, bei der Rummenigge sich zunächst zurückhalten wollte. Der ehemalige Vorstandsboss erklärte, dass er lange über ein mögliches Nein nachgedacht habe, erst im Verlauf der Sitzung jedoch beschlossen habe, sich zu enthalten.
Dennoch sei das Verhältnis zu Rummenigge „völlig intakt“ und sogar „besser als je zuvor“, betonte der 74‑jährige Hoeneß. Der Vorwurf der Doppelmoral habe einen Beigeschmack, weil Hoeneß selbst vor einigen Monaten Zweifel an Eberl gesät hatte. Beim DFB‑Pokalfinale im Mai äußerte er, die Tendenz für eine Verlängerung liege bei „60 zu 40 für eine Verlängerung“.
Max Eberl erhielt schließlich einen neuen Vertrag bis 2029. Auf die früheren Zweifel reagierte er diplomatisch: „Wenn man zweifelt, ist das legitim, das darf man, dann redet man darüber und schaut, wie es in Zukunft weitergeht“, sagte er damals der ARD. Hoeneß lobte danach Eberls Arbeit und bezeichnete die Entwicklung als „richtig“.
Kompany: Lob und Gesundheitskrise
Hoeneß zeigte sich hochzufrieden mit Trainer Vincent Kompany und erklärte, er könne sich derzeit keinen besseren Trainer vorstellen. Er sagte, er habe Kompany bereits jetzt einen neuen Vertrag angeboten, obwohl dieser bereits bis 2029 gelte, und würde sofort verlängern, wenn der Belgier es wünsche.
Bayerns Besorgnis über Lennart Karl setzt Kompany unter Druck
Der ehemalige Weltklasseverteidiger hatte Bayern im Sommer 2024 übernommen und seitdem für eine positive Entwicklung gesorgt, darunter zwei Meistertitel und den DFB‑Pokal nach sechs Jahren. In der Champions‑League‑Saison 2025/26 scheiterte Bayern im Halbfinale knapp am späteren Sieger Paris Saint‑Germain.
Am Freitagnachmittag kollabierte Kompany während er das Training der zweiten Mannschaft beobachtete, wurde ins Krankenhaus gebracht und bleibt dort zur eingehenden Untersuchung. Bis auf Weiteres regelt sein Trainerteam den Trainings‑ und Spielbetrieb.
Weitere Gerüchte betreffen Lennart Karl, der bei Bayern angeblich kritisch gesehen wird, und Hoeneß‘ Wunsch, Karl „vorknöpfen“ zu können. Zudem fehlt Mittelfeldspieler Joshua Kimmich wegen eines Trauerfalls in der Familie sowohl im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg als auch im Champions‑League‑Aufeinandertreffen mit Arsenal.
Kompany im Krankenhaus – Kimmich verpasst Freiburg-Einsatz
Hoeneß schloss zudem nicht aus, dass Torhüter Manuel Neuer weiterhin für den FC Bayern München aktiv bleibt, ein Hinweis darauf, dass das Thema Torhüterposition ebenfalls im Fokus der Vereinsführung steht.