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TSV Buchbach dominiert Regionalliga Bayern, lehnt Aufstiegsambition ab

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
TSV Buchbach dominiert Regionalliga Bayern, lehnt Aufstiegsambition ab

TSV Buchbach steht an der Spitze der Regionalliga Bayern mit 27 Punkten aus 12 Spielen, doch Kapitän Samed Bahar betont, dass der Verein kein Interesse an einem Aufstieg in die 3. Liga hat. Der Kontrast zwischen der Dominanz auf dem Platz und der Zurückhaltung abseits des Spielfelds prägt die aktuelle Saison des Vereins.

Der Verein aus Oberbayern stieg 2012 von der Bayernliga in die vierte Liga auf. Seitdem hat er sich bis an die Spitze der Regionalliga Bayern geklettert und liegt nun nach 12 Spielen bei 27 Punkten. Doch sein Anspruch beschränkt sich darauf, eine weitere Saison in der Liga zu sichern, nicht darauf, einen Platz in der 3. Liga zu jagen. Sie haben wiederholt erklärt, dass ein Aufstieg nicht zu ihrer Philosophie passt.

Regionalliga als Traumliga gesehen

Für viele bayerische Dorfvereine ist die Regionalliga kein Sprungbrett, sondern ein Ziel, das für sie mit der Champions League vergleichbar ist. Sie sehen die Liga als den Höhepunkt lokaler Fußballträume. Diese Einstellung untermauert Buchbachs Ablehnung, höher zu streben.

In anderen deutschen Regionen kämpfen historische Vereine jährlich um einen einzigen Aufstiegsplatz, und selbst Ligameister können in den Abstiegspokalen scheitern. Das gleiche Risiko besteht in den Nord-, Nordost- und Bayern-Divisionen, wo ein Titel keinen Aufstieg garantiert. Ein solches System wird sowohl sportlich als auch wirtschaftlich als unfair und riskant beschrieben.

Ein Sprung in die 3. Liga würde Investitionen in beheizte Plätze, Flutlicht, Sicherheit und Vollzeitpersonal erfordern, was in die Millionen Euro geht. Vereine müssen zudem ihr Spielerbudget schon vor dem Aufstieg erhöhen, um wettbewerbsfähig zu sein. Die finanzielle Belastung lässt viele Vereine vor diesem Schritt zurückschrecken.

Lokale Strukturen halten die Liga erschwinglich

Bayerische Vereine arbeiten mit Spielern, die gleichzeitig als Schreiner, Immobilienunternehmer oder Studierende tätig sind. Trainer und Funktionäre haben oft separate Jobs, und die Spieltage werden von Freiwilligen organisiert, die auch das Catering und die Sicherheit übernehmen. Spieler helfen sogar beim Zusammenbauen der Bier‑Tischmöbel.

Die Liga mischt daher Teilzeit‑Hobbyisten mit professionellen Reservespielern aus Bundesliga‑Akademien, die an Spielstätten von dem Grünwalder Stadion am einen Wochenende bis zu einem Schulsportplatz am nächsten spielen. Dieser Kontrast schafft ein einzigartiges Fußball‑Ökosystem, in dem die Kosten niedrig bleiben und die Risiken überschaubar sind.

Co‑Coach Norbert Scheuerer vom VfB Eichstätt warnte in einem neuen Podcast: „Wenn es mehr professionelle Vereine gäbe, wäre Nobby nicht dort.“ Die Debatte dreht sich jetzt darum, ob ein nicht‑professionelles Modell neben dem Spitzenfußball überleben kann.

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