WM
Trumps Aufruf löst ethisches Duell für Infantino bei der WM aus
In einer seltenen Konfrontation von Sport und Politik rief US-Präsident Donald Trump am Sonntag den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino an und drängte auf eine Überprüfung von Folarin Baloguns ein‑Spiel‑Weltmeisterschaftssperre, woraufhin der Chef des Norwegischen Fußballverbands forderte, dass Infantino vor den FIFA‑Ethik‑Ausschuss erscheinen solle.
Trump bestätigte, er habe Infantino angerufen, um zu bitten, dass Baloguns ein‑Spiel‑Sperre erneut geprüft wird, bevor das Verbot umstritten ausgesetzt wurde.
Lise Klaveness, ehemalige Leiterin des Norwegischen Fußballverbands, sagte, die Bitte des Präsidenten habe eine ‚rote Linie‘ überschritten. Sie sagte gegenüber The Times: „Wenn man eine Regel wie diese biegt, begibt man sich auf einen rutschigen Pfad, der das gesamte Spiel gefährdet.“
Klaveness kündigte an, sie werde dem Vorstand des Norwegischen Fußballverbands eine offizielle Beschwerde empfehlen.
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Sie fügte hinzu, dass das Urteil von externen Einflüssen beeinflusst zu sein schien und es an einem ordnungsgemäßen Verfahren mangelte, und forderte Infantino auf, den Fehler anzuerkennen.
Klaveness erinnerte zudem an ihre frühere Kritik an Infantinos Entscheidung, Trump den ersten FIFA‑Friedenspreis zu verleihen, und forderte die Abschaffung des Preises.
Als The Independent die FIFA nach Trumps Beteiligung fragte, verwies ein Sprecher auf den Disziplinarcode der Organisation, der es erlaubt, Sanktionen nach Ermessen des gerichtlichen Gremiums auszusetzen.
Die Episode fiel mit Trumps Übergabe der Weltmeisterschaftstrophäe an Spanien zusammen, die er am Sonntag gemeinsam mit Infantino überreichte.