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Trotz Geste und Sperre bleibt Paris Brunner für U21‑Trainer top
Während die provokante Geste von Paris Brunner in Frankreich für eine Sperre sorgte, betont Nationaltrainer Antonio Di Salvo, dass das Ereignis seine Bewertung für die EM‑Qualifikation nicht beeinflusst. Der 21‑jährige Stürmer darf trotz einer vier‑Spiele‑Sperre, von denen zwei auf Bewährung ausgesetzt sind, auf sein Debüt hoffen.
Die Geste entstand im 1:1‑Unentschieden zwischen AS Monaco und Racing Straßburg, als Brunner nach seinem Ausgleichstreffer eine Schnitt‑durch‑die‑Kehle‑Bewegung in Richtung der Straßburg‑Fans zeigte. Auf dem Platz wurde die Aktion nicht bestraft, doch die TV‑Aufnahmen machten sie deutlich sichtbar. Wie die Bildunterschrift lautet, handelte es sich mit einer Geste Ärger ein.
Die französische Fußballbehörde verhängte daraufhin eine Sperre von vier Spielen für den U21‑Neuling, wobei zwei Partien auf Bewährung ausgesetzt wurden. Trotz dieser Strafe bleibt Brunner im Kader und kann sein Debüt für die deutsche U21‑Mannschaft anstreben.
Trainer Di Salvo bewertet Brunner positiv
„Für mich ist wichtig, ihn so kennenzulernen bei uns, wie er sich präsentiert. Das war bis jetzt top und ich gehe davon aus, dass er auch weiterhin top sein wird“, erklärte Di Salvo vor dem Start in die entscheidenden drei Spiele.
Der Trainer fügte hinzu, dass er nicht „super happy“ über die Geste sei, aber Brunner erklärte, sie sei nicht gegen Fans gerichtet, sondern ein Versuch, das Spiel zu beenden. „Das war irgendwo ein Fehler, den er begangen hat, aber das ist dann jetzt auch wieder ein paar Tage her“, sagte er.
Kapitän Tom Bischof, einer von sieben Neulingen im Aufgebot, lobte Brunner ausdrücklich. „Wir haben uns privat getroffen, ich finde ihn cool, er ist locker, macht Witze und ist ein super Fußballer“, betonte Bischof, der Brunners Leistungen im Training und bei AS Monaco beobachtet habe.
Start der EM‑Qualifikation
Das erste entscheidende Spiel findet am Samstag um 18:00 Uhr in Riga gegen Lettland statt. Es leitet die Serie von drei wichtigen Partien an, die über das EM‑Ticket der Gruppe F entscheiden.
Die deutsche U21‑Mannschaft führt die Gruppe an und hat bei Siegen in Lettland, Malta am Mittwoch und Georgien am 6. Oktober in Bielefeld die Qualifikation als Gruppensieger gesichert. Damit liegt das EM‑Ticket bis zum 3. Juli 2027 in Albanien und Serbien in der Hand.