Bundesliga JUGEND
Tresoldi rückt auf Platz zwei – DFB kämpft um den U21-Star
Der 22‑jährige Kapitän Nicolò Tresoldi präsentiert sich in Bestform, nachdem er im EM‑Qualifikationsspiel gegen Malta einen Dreierpack erzielte und damit auf Rang zwei der ewigen U21‑Torschützenliste kletterte. Der DFB bemüht sich, den Stürmer zu halten, doch Tresoldi beantwortet Fragen zu seiner Zukunft bislang nur ausweichend.
Zweiter Platz in der U21‑Torschützenliste
Mit den Treffern 14 bis 16 gegen Malta hat Tresoldi die Punktzahl von 17 Toren des Rekordjägers Heiko Herrlich knapp unterschritten. Nur Herrlich, der bislang 17 Treffer verzeichnet, liegt noch vor dem Brügge‑Stürmer. Damit rückt der 22‑jährige Angreifer aus dem Club Brügge in die Spitzengruppe der U21‑Scorer.
DFB versucht Tresoldi zu halten
Der Verband setzt alles daran, den jungen Angreifer von einem Verbleib zu überzeugen. In den nächsten Trainingslagern könnte ein Platz im Kader von Jürgen Klopp diskutiert werden, falls Tresoldi weiterhin auffällt. Bisher hat jedoch kein anderer U21‑Stürmer ein vergleichbares Interesse geweckt.
Tresoldi blockt weiterhin Fragen zu seiner internationalen Zukunft und verweist stattdessen auf das Ziel, das EM‑Ticket für die deutsche U21 zu sichern. Ob er nach Abschluss der Qualifikation für Italien aktiv werden will, bleibt offen. Der Spieler betont, dass sportliche Ziele derzeit Vorrang haben.
Frühere Stars, die den DFB verließen
Bereits mehrere Stars haben sich gegen die deutsche Nationalmannschaft entschieden. Ibrahim Maza, ein 20‑jähriger Offensivmittelfeldspieler, wechselte von Hertha BSC zu Bayer Leverkusen und entschied im September 2024 für Algerien. „Ich wollte so früh wie möglich für eine A‑Nationalmannschaft auflaufen können und so viele Spiele wie möglich als Profi in der Nationalelf machen“, erklärte Maza im Januar 2025 gegenüber der. Maza gilt als echter Berliner Straßenkicker, dessen Spielwitz und Torgefahr ihn schnell zum Entscheidungsträger machten.
Deutsch‑türkische Profis und ihre Entscheidungen
Auch Spieler mit türkischen Wurzeln haben den DFB verlassen. Can Uzun von Eintracht Frankfurt und Salih Özcan, der für Besiktas spielt, wurden häufig genannt. Der prominenteste Fall dürfte jedoch Kenan Yildiz sein, der aus Regensburg stammt und ebenfalls den Weg zur türkischen Nationalmannschaft wählte.
Die wachsende Zahl von Talenten, die sich für andere Nationalverbände entscheiden, stellt den DFB vor eine strategische Herausforderung. Während Tresoldi noch unentschieden bleibt, könnte sein möglicher Wechsel das für weitere U21‑Spieler prägen.