Trainer Pele Wollitz von Energie Cottbus reagiert nach Pfeifen gegen Fabian Reese
Trainer Pele Wollitz von Energie Cottbus zeigte nach dem 4:4 gegen VfL Wolfsburg, bei dem die Aufstiegsaspiranten aus 0:3 zurückkamen, eine bemerkenswerte Reaktion, als seine eigenen Fans Fabian Reese aus Wolfsburg auspfiffen. Der 61‑jährige Trainer kritisierte das Verhalten lautstark und stellte die Unterstützung des Spielers in den Vordergrund.
Wolfsburgs Comeback und Pfeifkonzert
Ein Cottbuser Spieler, Fabian Reese, wurde im Spiel von den Wolfsburgs Fans ausgepfiffen, wie bereits bei seinem Auftritt im Gastspiel beim Karlsruher SC geschehen war. Claus‑Dieter Wollitz, der 61‑jährige Energie‑Trainer, hatte keinen Grund zu großem Unmut, doch er reagierte mit einem Rundumschlag gegen die eigenen Fans. Der Grund für den Unmut war das Pfeifen, das er als respektlos bezeichnete. Wolfsburgs Verein und die Spieler sahen das Verhalten als No‑Go an.
Wollitz kritisiert eigene Fans
„Was soll das?“, polterte der Trainer, als er auf die Pfiffe gegen Fabian Reese angesprochen wurde. „Ich finde das unmöglich. Warum muss unser Verein oder müssen unsere Fans diesen Spieler auspfeifen?“, fuhr er fort. Wollitz betonte, dass er auf seiner Seite von Reese stehe, selbst wenn er dadurch Probleme habe. Er erklärte, dass ein junger Spieler, 28‑ oder 29‑Jähriger, der vom Traum getrieben ist, nicht durch solche Aktionen zerstört werden dürfe.
Reese, der wegen seines Wechsels von Hertha BSC zu den Wolfsburgern in den fankreuzigen Kreisen in Ungnade gefallen ist, hatte kürzlich offenbart, dass Pfiffe und Schmähungen ihn persönlich treffen. Der Spieler fühlte sich bereits beim vorherigen Gastspiel beim Karlsruher SC einem Pfeifkonzert ausgesetzt. Diese Vorgeschichte erklärt den anhaltenden Unmut.
Vor dem Spiel stand in der VfL‑Kurve die Botschaft „Wir Fans stehen hinter dir, Fabi!“, die die Unterstützung der Anhänger verdeutlicht. Wolfsburg‑Trainer Tobias Strobl nahm Reese in Schutz und forderte die Zuschauer auf, zu überlegen, welche Auswirkungen solches Verhalten auf einen Menschen haben kann. Strobl bezeichnete Reese zudem als sehr guten Menschen.
Wollitz ging weiter und forderte andere Vereine auf, sich gegen das Pfeifen zu positionieren. Er bezeichnete das Verhalten als absolutes No‑Go und erklärte, dass er die möglichen Probleme in Kauf nehme, um Reese zu unterstützen. Wie er betont, solle jeder Verein hinter solchen Prinzipien stehen.
Der Trainer bleibt bei seiner Haltung, dass er Reese trotz möglicher Schwierigkeiten zur Seite steht. Er sieht es als seine Pflicht, den Spieler zu verteidigen und hofft, dass das Verhalten der Fans sich ändert.