JUGEND
Tom Bischof steigt von Junioren zum Mann von Klopps A‑Nationalteam
U‑21‑Kapitän Tom Bischof wechselt nach dem 4:0‑Sieg gegen Lettland in die A‑Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klopp und wird damit zum ersten Mann, der gleichzeitig für beide DFB‑Kader aktiv ist. Der 21‑jährige Mittelfeldspieler des FC Bayern soll im EM‑Qualifikationsspiel im März gegen Griechenland für die A‑Nationalelf zur Verfügung stehen.
Flexibilität im DFB‑Kader
Jürgen Klopp verlangt von den Juniorenteams große Flexibilität, wie die DPA berichtet. Trainer Antonio Di Salvo akzeptiert den Wechsel, weil er Bischof damit eine einzigartige Entwicklungschance bietet. Gleichzeitig betont Di Salvo, dass er den Weg von Klopp voll unterstützt.
Reaktionen von Spieler und Bundestrainer
„Die Jungs werden mich vermissen“, sagte Bischof in Lettland, während er gleichzeitig die neue Rolle bei Klopp als „Neuling“ beschrieb. Der Bundestrainer lobte ihn: „Tom ist ein feiner Fußballer, hat viel strategisches Talent und ist ein toller Kerl.“
Strategische Hintergründe und weitere Wechsel
Der Wechsel ist Teil von Klopps Plan, 44 Spieler für die EM‑Qualifikation 2027 zu nominieren, wobei acht A‑Spieler auch für die U‑21 spielberechtigt sind. Di Salvo sieht darin zwar eine Herausforderung, aber auch eine Chance für die Junioren, die Qualifikation zu sichern.
Bundesliga warnt vor Gerichtsstreit um 50+1‑Regel – Weg zur Einigung
Im Gespräch erwähnte Di Salvo, dass er in einem sechsstündigen Austausch auf dem DFB‑Gelände in Frankfurt zahlreiche Videocalls mit Klopp geführt habe. Dabei wurden auch die Entwicklungen von Louey Ben Farhat und Noahkai Banks diskutiert, die nach Einsätzen für Juniorenteams von Tunesien und den USA zum DFB wechseln.
Der FC Bayern hat Bischof bislang nur wenige Minuten in der Bundesliga erhalten, doch die Erfahrung als Kapitän der U‑21‑Junioren habe ihm geholfen, die „brutale Verantwortung“ zu tragen, die er nun auch in der A‑Mannschaft übernehmen will.
Die DFB‑App informiert künftig über Bischofs Einsatz im März‑Spiel gegen Griechenland. Das Team, das sich am kommenden Mittwoch und Dienstag gegen Malta sowie Georgien misst, wird ohne den Kapitän der Junioren auskommen, doch seine Präsenz bei Klopp soll die Gesamtstrategie stärken.