Timo Werner kritisiert RB Leipzig: Frust über fehlende Wertschätzung nach teurem Transfer und enttäuschender zweiter Einsatz seit 2022 im Klub und für die Fans
Timo Werner blickt mit deutlichem Frust auf seine letzten Monate beim Ex‑Klub RB Leipzig zurück und wirft den Verantwortlichen vor, ihn im Stich gelassen und nicht mehr geschätzt zu haben. Der Stürmer, der 2022 für 20 Millionen Euro vom FC Chelsea zurückkehrte, spricht offen über die Enttäuschungen.
Die Erwartungen waren groß, als Werner 2022 für 20 Millionen Euro vom FC Chelsea zu RB Leipzig zurückkehrte. Beim ersten Engagement hatte er bereits seinen Durchbruch gefeiert und sich auf die internationale Fußballbühne gespielt.
Frust über zweite Leipzig‑Phase
Sein zweites Leipzig‑Engagement entwickelte sich jedoch schnell zu einem Missverständnis, das den 30‑jährigen Stürmer frustrierte. In einem Interview mit Transfermarkt sagte er: „Es war anders als bei meinem ersten Engagement, als sich das Spiel um mich drehte. Trotzdem lief es ziemlich gut, bis zu dieser Verletzung vor der Weltmeisterschaft, die mich das Turnier gekostet hat. Es war meine erste größere Operation.“
Weiterhin kritisierte Werner die Verantwortlichen der Sachsen und erklärte, dass weitere Ereignisse im Alltag und im Fußball ihm das Gefühl gaben, nicht wertgeschätzt zu werden. Er betonte, dass die Schuld nicht allein bei ihm liege.
Bereits in der Vergangenheit hatte Werner von einem fehlenden Austausch mit dem damaligen Trainer Marco Rose gesprochen. Der 50‑jährige Rose wies diese Darstellung seinerzeit zurück. Heute sieht Werner die Zeit differenzierter und bemerkt: „Es gibt Momente, in denen es gut läuft, und dann Zeiten, in denen es nicht so gut läuft.“
Nach dem zweiten Leipzig‑Intermezzo wechselte Werner zunächst zu Tottenham, bevor er im Juni 2025 erneut auf Leihbasis zu RB Leipzig zurückkehrte. Dort fand er jedoch keinen Platz mehr im Kader und spielte am Ende keine Pflichtspiele.
Insgesamt absolvierte Werner 211 Pflichtspiele für Leipzig, erzielte dabei 113 Tore und gab 47 Vorlagen.
Neuanfang in den USA
Im Sommer 2026 verließ der 57‑malige Nationalspieler Europa und schloss sich ablösefrei den San Jose Earthquakes an, wobei RB Leipzig sogar einen finanziellen Ausgleich leistete. Werner erklärte: „Ich wollte einfach mal etwas anderes machen… Auch wenn ich erst 30 bin, hatte ich das Gefühl, dass ein neues Kapitel in meinem Leben beginnen sollte.“
Bei den Earthquakes zeigte er sofort Wirkung: In 15 Spielen erzielte er sechs Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Sein Vertrag läuft noch bis 2028.