Bundesliga JUGEND
Timo Baumgartls amerikanischer Aufstieg nach dem tiefen Fall bei Schalke
Während Timo Baumgartl in Gelsenkirchen einen tiefen Fall erlebte, fand er im Sommer 2024 in den USA den ersehnten American Dream – ein kompletter Gegensatz, der seine Karriere neu definiert.
Kurze, turbulente Zeit bei Schalke
Von Sommer 2023 bis Sommer 2024 trug der 20‑malige deutsche U21‑Nationalspieler das königsblaue Trikot von FC Schalke 04. Statt die Defensive zu stabilisieren, destabilisierten seine Leistungen das gesamte Team, sodass er schnell als Stinkstiefel bezeichnet wurde. Während dieser Saison sah sich Baumgartl schweren Vorwürfen ausgesetzt, wurde in die Schalke‑U23 verbannt und kritisierte öffentlich die damaligen Trainer.
Vertragende und Weg ins Ausland
Im Sommer 2024 wurde sein Vertrag vorzeitig aufgelöst, wodurch er zunächst lange vereinslos blieb. Nach etwa fünf Monaten ohne Verein verpflichtete der MLS‑Klub St. Louis City den Abwehrspieler, womit der American Dream für ihn Wirklichkeit werden sollte.
Neuer Aufstieg in den USA
Zu Beginn seiner Zeit in St. Louis stand Baumgartl meist auf der Ersatzbank: in den ersten sieben möglichen Spielen sah er nur fünfmal vom Bankplatz aus zu und sammelte lediglich 13 Einsatzminuten. Am 14. April 2025 änderte sich das, als er erstmals in der Startelf stand und die Position behielt – abgesehen von drei Spielen, die er wegen einer Knieverletzung verpasste, und vier Bankeinsätzen gegen Saisonende.
Nach seiner Rückkehr in die Startelf verbrachte Baumgartl den Großteil der Saison 2025 beim MLS‑Klub, was ihm wieder zu großer Bedeutung verhalf. Die vorherige Unsicherheit nach 119 Bundesliga‑Einsätzen für VfB Stuttgart und Union Berlin sowie 41 Zweite‑Bundesliga‑Spielen für Stuttgart und Schalke wurde damit weitgehend überwunden.
Jürgen Fromme, der Fotograf, dokumentierte den gesamten Werdegang von Baumgartls kurzer, aber aufsehenerregender Zeit bei Schalke bis zu seinem Neustart in den USA. Sein Bildmaterial unterstreicht den Kontrast zwischen dem Fall in Gelsenkirchen und dem Aufstieg in St. Louis.