Thuns Moral bleibt unbeachtet, Servette feiert trotz Rückstand
Im Nachtragsspiel der vierten Runde der Super League verlor der FC Thun zu Hause gegen Servette mit 2:4, obwohl die Berner Oberländer aus einem 0:2 Rückstand zurückkamen – ein Ergebnis, das die Moral von Thun unverändert ließ, während Servette am Ende jubelte.
Bittersüßer Aufholversuch der Thuner
Die Berner Oberländer holten den 0:2 Rückstand auf, doch das Ergebnis blieb enttäuschend. Die Situation war bitter, weil Thun zu diesem Zeitpunkt das bessere Team war, weil ein Schuss durch mehrere Beine ging und weil Thun selbst kurz zuvor das vermeintliche 3:2 gefeiert hatte.
In der 65. Minute jubelte Servette plötzlich über das 3:2. Téo Allix hatte aus der Distanz abgezogen und den Ball flach via Innenpfosten versenkt, was die Gäste weiter anspornte.
Der erneute Rückstand wurde durch den VAR korrigiert: Schiedsrichter Johannes von Mandach wurde von VAR‑Experte Urs Schnyder an den Bildschirm gerufen, nachdem Jan Bamert beim Corner klar gefoult hatte. Das Thuner Tor wurde deshalb nicht gezählt.
Kurz darauf stand es nicht mehr 3:2, sondern 2:3, und das Ergebnis hielt bis kurz vor Schluss. Der eingewechselte David Fofana, nach starker Vorarbeit des Startelf‑Debütanten Jarell Simo, traf in der 86. Minute und stellte den Endstand von 2:4 her.
Ausblick auf das kommende Wochenende
Der Start war für Thun äußerst unbefriedigend: Die neu formierte Innenverteidigung mit Bamert und Bürgy wirkte bereits nach vier Minuten schwach, und Kingstone Mutandwa nutzte das Durcheinander für das frühe Führungstor der Genfer.
Nach einer halben Stunde erhöhte Mathis Lambourde auf 2:0, bevor Fabio Saiz in der 38. Minute mit einem abgelenkten Schuss das 1:2 für Thun erzielte. Saiz traf erneut in der 54. Minute nach einem Servette‑Ablenker, doch die Aufholjagd blieb unverzögert.
Beide Teams müssen am Wochenende auswärts antreten: Servette gastiert am Samstag in Bern gegen YB, während Thun am Sonntag in Liechtenstein bei Vaduz spielt. Im anderen Spiel am Mittwochabend schlug Lugano den FC St. Gallen klar.