Thomas Müller und Stars setzen Milliarden: Darum liegen Clubs im Trend
Im Sommer übernahmen Thomas Müller und Mats Hummels zusammen mit weiteren Investoren den portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora für rund 40 Millionen Euro – ein Schritt, der in Europa Darum besonders auffällt. Gleichzeitig bauen Lionel Messi und Jeff Bezos ihr Portfolio an europäischen Fußballclubs aus.
Stars und ihre Investitionen
Thomas Müller und Mats Hummels haben zusammen mit weiteren Teilhabern den portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora übernommen. Der Deal soll rund 40 Millionen Euro gekostet haben. Lionel Messi steht kurz vor dem Kauf des spanischen Zweitliga‑Aufsteigers CD Eldense und besitzt bereits den Fünftligisten UE Cornella.
Jeff Bezos investiert Milliarden, während Müller und Hummels „einige Millionen“ einsetzen. Das Geld fließt in europäische Fußballclubs, ein Trend, den auch Thomas Müller und Lionel Messi aktiv verfolgen. Alle Beteiligten sprechen von einem wachsenden Portfolio.
Wirtschaftliche Hintergründe
Christoph Breuer, Sportökonom an der Deutschen Sporthochschule Köln, erklärt, dass ein Wandel stattgefunden habe. Vor einem Jahrzehnt dominierten „Sugar‑Daddys“ wie Roman Abramowitsch beim FC Chelsea, heute suche man Rendite. Fußballclubs erwirtschaften selten große Gewinne; der FC Bayern München erzielte 2024/25 einen Gewinn von 27 Millionen Euro, verglichen mit durchschnittlich 2,8 Milliarden Euro bei DAX‑Unternehmen.
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Bei Clubs steht sportlicher Erfolg bei finanzieller Stabilität im Vordergrund, nicht Gewinnmaximierung. Breuer betont die hohe Dichte professionalisierter Clubs und die Aufstiegschancen als Hauptattraktion. Im Gegensatz zu den geschlossenen US‑Ligen ermöglichen europäische Ligen Aufstieg und Abstieg, was das Risiko, aber auch das Renditepotenzial erhöht.
US‑Investoren und Marktvergleich
In den USA haben Investoren 2016 17 europäische Clubs gehalten, zehn Jahre später sind es 117. Prominente wie Snoop Dogg (Swansea City) und die Schauspieler Ryan Reynolds sowie Rob McElhenney (Wrexham) zeigen das wachsende Interesse. Gerry Cardinale, Eigentümer von AC Mailand, betont, dass die Preise in den USA „in den Himmel geschossen“ seien und Europa deshalb ein Rabatt‑Markt sei.
Jeff Bezos erwarb fast 40 Prozent des FC Liverpool für rund 2,4 Milliarden Euro – ein Deal, der im Vergleich zum durchschnittlichen NFL‑Teamwert von 7 Milliarden Dollar als gutes Geschäft gilt. Trotz dieser Summen bleiben die Wertsteigerungen europäischer Clubs hinter den zweifachen S&P 500‑Renditen der letzten zwanzig Jahre zurück. Investoren achten zudem auf Kennzahlen wie den Umsatz pro Fan, obwohl die exakte Fan‑Zahl schwer zu bestimmen sei.
Das wachsende Geldvolumen zeigt, dass europäische Fußballclubs für Stars und Milliardäre ein attraktives Investment mit Fantasie‑ und Wertsteigerungspotenzial bleiben. Die Kombination aus sportlichem Aufstiegspotenzial und relativ moderaten Kaufpreisen macht Europa zum bevorzugten Ziel für internationale Kapitalströme.