Bundesliga
Thioune dämpft Weiser‑Euphorie vor dem Spiel gegen Augsburg
Vor dem anstehenden Bundesliga-Duell gegen den FC Augsburg warnt Trainer Daniel Thioune die kürzlich zurückgekehrte Euphorie um Mitchell Weiser, dessen 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstagabend für Werder Bremen im Hintergrund stand. Die Szene wurde von Tränen und Jubel des 32‑jährigen Rechtsverteidigers geprägt.
Weisers emotionales Comeback im Zeichen des Sieges
Nach 14 Monaten seit seinem Kreuzbandriss trat Mitchell Weiser wieder in der Bundesliga an und half beim 1:1 gegen den 1. FC Köln. Das von Lars Baron/Getty Images dokumentierte den Moment, in dem Weiser nach dem Schlusspfiff in Tränen ausbrach. „Fühlt sich nach einem Sieg für mich an. Ich habe so gekämpft, dass ich hier heute dabei sein kann. In diesem Stadion hat für mich alles im Fußball angefangen, da kamen die Emotionen hoch“, erklärte er im Interview.
Thiounes vorsichtige Einschätzung vor Augsburg
Trainer Daniel Thioune betonte, dass die wenigen Minuten in Köln den 32‑jährigen leicht ermüdet hätten. „Selbst diese wenigen Minuten in Köln haben dazu geführt, dass er doch etwas ermüdet war. Durch seine lange Pause wurde ihm der Rhythmus genommen. Wir werden die Länderspielpause nutzen, um ihn weiter aufzubauen und ihm im Testspiel mehr Spielzeit geben“, erläuterte der 52‑jährige Coach. Gleichzeitig hob er Weisers Vielseitigkeit hervor: „Wir wissen, wie hoch seine Qualität als Rechtsverteidiger und auf der rechten Schiene ist. Er wird auch die Position im Mittelfeld bespielen können.“
Im Mittelfeld fehlt nach wie vor Senne Lynen, der seit dem Eröffnungsspiel gegen den SC Freiburg mit Beckenproblemen ausfällt. Thioune sah jedoch Licht am Ende des Tunnels: „Senne Lynen wird, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle spielen. Ohne Vorbereitung hat er gegen Freiburg bereits gestartet. Jetzt wollen wir ihn wieder in Form bekommen. Wenn er nach dem Abschlusstraining bei 100 % ist, wird er nur eine Kaderoption sein und keine für die Startelf.“
Mittelfeld‑Optionen ohne Lynen
Damit dürfte das Mittelfeld von Werder Bremen erneut aus Ludovit Reis, Chuki und Youri Regeer bestehen. Regeer musste im Spiel gegen Köln vorzeitig ausgewechselt werden, erlitt jedoch keine Verletzung. Auf die Frage nach seiner Verfassung sagte Thioune: „Er war einfach platt.“
Die Gegenüberstellung von Weisers emotionalem Aufschwung und Thiounes vorsichtiger Taktik zeigt, dass das Grün‑Weiße vor Augsburg sowohl Chancen als auch Grenzen erkennt. Die Mannschaft wird versuchen, das Comeback zu nutzen, ohne die Belastungsgrenzen zu überschreiten.