WM
Thierry Henry lobt Ronaldos selbstlosen Einsatz im 5:0
Thierry Henry, ehemaliger Star der französischen Nationalmannschaft, lobte Cristiano Ronaldos taktische Anpassung nach Portugals 5:0-Sieg über Usbekistan bei der WM 2026 in Houston. Besonders hob er die Entscheidung des Stürmers hervor, für Nuno Mendes’ Freistoß zur Torvorbereitung zurückzustehen.
Bereits nach dem ersten Spiel gegen die DR Kongo hatte Henry Ronaldo kritisiert, weil dieser seiner Meinung nach egoistisch agiert und Bruno Fernandes eine klare Torchance genommen hatte. Er argumentierte, dass ein solches Verhalten das kollektive Spiel der Mannschaft untergraben könnte.
Nach dem Auftakt sagte Henry: „Die Mannschaft muss Tore schießen, nicht du musst Tore schießen.“ Damit drückte er seine Frustration über Ronaldos individualistischen Fokus aus – eine Aussage, die er direkt an der Seitenlinie des ersten Turnierspiels traf.
In Houston zeigte Ronaldo dann mit zwei Toren und einer Vorlage gegen Usbekistan, dass er seine Form gefunden hatte und Portugal zum 5:0-Sieg führte. Damit rückte das Team wieder in Reichweite des Gruppensiegs in Gruppe K.
Ein entscheidender Moment war, als Ronaldo in der ersten Halbzeit zur Seite trat und Paris Saint-Germain-Verteidiger Nuno Mendes den Freistoß ausführen ließ, der direkt zum Tor führte. Mendes’ Treffer unterstrich Henry’s Lob für die taktische Weitsicht.
In den Fox Sports-Studios erklärte Henry: „Das ist so wichtig – eine Position im Abseits, wenn du den Ball zu ihm flankst, kann es ein einfaches Hereintippen sein.“ Er betonte den strategischen Nutzen dieser Aktion und fügte hinzu, dass die Abseitsfalle die Gegner zu einer tieferen Defensive zwang.
Henry verglich Ronaldos Positionierung mit der von Ruud van Nistelrooy bei Manchester United und hob dessen Fähigkeit hervor, stets vor den Verteidigern zu stehen, um einfache Abschlussmöglichkeiten zu nutzen. Diese Ähnlichkeit zeige, wie anpassungsfähig Ronaldo im modernen Fußball agiere.
Zum Abschluss seiner Analyse sagte Henry: „Gut gemacht. Genau das mag ich sehen, Ronaldo – oder mein Vater.“ Er würdigte damit die teamorientierte Leistung des erfahrenen Spielers und lobte die taktische Führung als vorbildhaft.