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WM

Schweden: Krise wird WM‑Traumstart mit Potter und Isak

Schwedens Weltmeisterschaftskampagne nahm nach einer Krise einen dramatischen Wendepunkt hin zu Optimismus, nachdem die Mannschaft von Graham Potter einen späten Qualifikationsplatz gesichert und mit einem 5:1-Sieg gegen Tunesien in Monterrey eröffnet hatte. Der 5:1-Erfolg in der Gruppenphase verwandelte die Stimmung von Trübsal zu Feier im schwedischen Fußball. Die Niederlande treffen am Samstag in Houston auf Schweden, wobei die holländische Mannschaft die wiedererstarkte schwedische Seite, die nun Gruppe F anführt, eindämmen muss. „Willkommen im Traumland. Anscheinend liegt es in Mexiko und heißt Monterrey. Schweden kann wieder einschlafen. Wenn das Land erwacht, wird dieser Traum noch Realität sein“, schrieb Aftonbladet nach dem Sieg. Dagens Nyheter ergänzte: „Das ist ein Team, in dem jeder für den anderen spielt.“ Schwedens Weg zur Weltmeisterschaft war alles andere als geradlinig. Die Nationalmannschaft holte in der Qualifikation nur zwei Punkte, was zur Entlassung des ehemaligen Trainers Jon Dahl Tomasson führte. Potter wurde im Oktober berufen, um das Schicksal der Mannschaft zu wenden. Der 51‑jährige Engländer kam nach vorherigen Erfolgen im Land nach Schweden. 2010 führte er Östersunds, damals ein Viertliga‑Club, in die höchste Spielklasse und sogar bis in die Europa League, wo sie Arsenal besiegten. Nach Stationen bei Chelsea und West Ham United fand Potter zunächst keine Anstellung, bevor er das Schweden‑Amtsamt annahm. Sein Start als Nationaltrainer verlief holprig, beginnend mit einer 4:1‑Niederlage gegen die Schweiz, doch er führte das Team durch die Nations League und in die Play‑offs. In den Play‑offs wurden die Ukraine und Polen überzeugend besiegt, wodurch Schweden den Platz beim Turnier sicherten. Die schwedischen Medien bezeichneten Potter als „idealen Nationaltrainer“, weil er Ruhe und Selbstvertrauen zurückbrachte, obwohl die jüngsten Freundschaftsspiele Bedenken aufwarfen. Eine 2:0‑Niederlage gegen Norwegen zwei Wochen vor der WM und ein 2:2‑Unentschieden gegen Griechenland stellten die Belastbarkeit des Teams auf die Probe. „Schweden kann froh sein, dass das erste WM‑Spiel erst in zwei Wochen stattfindet“, schrieb Aftonbladet damals. Dieses erste Spiel ist nun gespielt, und die Stimmung hat sich erneut gewandelt. Potter lobte seine Spieler nach dem Sieg gegen Tunesien und hob die Stürmer Alexander Isak (Liverpool) und Viktor Gyökeres (Arsenal) für ihre beiden Tore und drei Vorlagen hervor. „Einzeln sind sie Topspieler, aber zusammen können sie eine ernsthafte Gefahr darstellen“, sagte Potter auf einer Pressekonferenz. „Ich denke, sie werden nur besser, je mehr sie zusammen spielen. Sie ergänzen sich sehr gut.“ Die Niederländer treffen auf eine schwedische Mannschaft, die voller neuer Zuversicht ist und von zwei in Form befindlichen Stürmern angeführt wird. Potter erkannte den Moment, warnte jedoch vor Selbstgefälligkeit. „Wir werden das sicherlich genießen“, sagte er nach dem Tunesien‑Sieg. „Aber das ist nur ein Spiel. Der Samstag bringt ein weiteres Top‑Spiel für uns.“ Das Spiel beginnt um 19:00 Uhr niederländischer Zeit und wird live auf .nl, NPO 1 und NPO Radio 1 übertragen, mit Audiobeschreibung für blinde und sehbehinderte Zuschauer auf NPO 1 Extra (Kanal 81) und NPO Start.

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