Stefan Effenberg fordert Julian Nagelsmann auf, im Ausland zu schauen, nicht in Deutschland

Der ehemalige Trainer der deutschen Nationalmannschaft Julian Nagelsmann ist immer noch ohne neue Aufgabe nach seiner Trennung vom DFB. Stefan Effenberg, der ehemalige Nationalspieler, sagt, der 39‑jährige sollte seine nächste Position nicht in Deutschland annehmen.
Gerüchte um Manchester United
In einer t‑online‑Kolumne diskutierte der ehemalige Nationalspieler Gerüchte, die Nagelsmann mit dem kämpfenden englischen Rekordmeister Manchester United in Verbindung bringen. Der Cheftrainer von Manchester United, Michael Carrick, steht in der Kritik, und Sky berichtet, dass Nagelsmann weiterhin als Nachfolger in Betracht gezogen wird.
Effenbergs Rat
Effenberg schrieb: „Ganz gleich, ob Nagelsmann sich für United entscheidet oder nicht: Ich würde ihm dringend dazu raten, für seine nächste Aufgabe ins Ausland zu gehen.“ Er fügte hinzu, dass eine neue Trainerposition in Deutschland für Nagelsmann derzeit keinen Sinn mache. Effenberg nannte Jürgen Klopp, Thomas Tuchel, Hansi Flick und Fabian Hürzeler als positive Beispiele und schlug vor, Nagelsmann solle ihrem Weg folgen und sich für eine Weile aus der deutschen Öffentlichkeit zurückziehen.
Effenberg gab auch Rat an Nagelsmanns ehemaligen Assistenten Sandro Wagner. Nach dem gescheiterten Engagement beim FC Augsburg in der Vorsaison ist Wagner jetzt bei Hannover 96 in der zweiten Liga. Hannover 96 erlitt drei Niederlagen in ihren ersten vier Ligaspielen, bevor sie am Wochenende einen 2‑1‑Sieg gegen Dynamo Dresden sicherten.
Effenberg sagte, er hätte es bevorzugt, wenn Wagner ebenfalls ins Ausland gehen würde, und verwies auf seine Rückschläge bei Augsburg und Hannover 96. Er wünschte Wagner Glück, warnte jedoch, dass ein zu starker Fokus auf ihn schiefgehen könnte.
Frühere Trennung, Spekulationen und weiterer Rat
Nagelsmann und der DFB trennten sich nach der misslungenen WM‑Kampagne der deutschen Nationalmannschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, die vorzeitig beendet wurde. Zuvor hatte der einst beliebte Trainer an Glaubwürdigkeit verloren wegen mehrerer fragwürdiger Entscheidungen.
Neuere Spekulationen deuteten an, dass Nagelsmanns ehemaliger Verein RB Leipzig eine Wiedervereinigung in Erwägung ziehen könnte, falls das Experiment des aktuellen Trainers Martin Demichelis scheitert. Die Verantwortlichen von RB Leipzig haben den argentinischen Trainer jedoch öffentlich konsequent unterstützt. Nagelsmann trainierte die Sachsen von 2019 bis 2021, bevor er zum FC Bayern wechselte. Nach seiner Entlassung bei Bayern im Frühjahr 2023 trat er im Herbst desselben Jahres dem DFB bei.
Der ehemalige Europameister und Ex‑DFB‑Sportdirektor Matthias Sammer gab vor einigen Wochen ebenfalls Ratschläge zur Zukunft von Nagelsmann. Sammer schlug vor, Nagelsmann solle einen „fußball‑weisen“ Menschen zu Rate ziehen und nannte Lothar Matthäus, Dietmar Hamann und Stefan Effenberg. Er deutete außerdem an, dass Nagelsmann sein Umfeld aufräumen sollte, wobei der Fokus auf ihm liegen sollte, wenn er eine verantwortungsvolle Position innehätte.