Stefan Effenberg fordert DFB, weil Klopp seinen Spielern wehtun muss
Stefan Effenberg fordert den DFB, weil Trainer Jürgen Klopp nach dem 0:0-Unentschieden gegen Griechenland im Nations League Spiel seine Kaderwahl anpassen und dabei einigen Spielern wehtun muss. Der ehemalige Nationalspieler betont, dass die bisherigen vier Auftritte der deutschen Elf klare Signale geliefert haben und nun die nächste Herausforderung bevorsteht.
Nations‑League‑Erkenntnisse nach 0:0 in Griechenland
Dieses Mal hat die DFB‑Elf in den letzten zwei Wochen gegen die Niederlande, zweimal Griechenland und Serbien fünf Punkte gesammelt. Das 0:0 in Thessaloniki, das am Sonntag im Toumba‑Stadion ausgetragen wurde, gilt laut Effenberg als Wendepunkt, weil es das bisher beste Spiel der Klopp‑Ära zeigte, ungeachtet des Ergebnisses.
Die Mannschaft wirkte trotz wenig gemeinsamer Trainingszeit gut, spielte in einer teilweise hitzigen Atmosphäre vor leidenschaftlichen griechischen Fans und musste einer schwer zu spielenden griechischen Elf entgegenwirken. Der Druck war hoch, denn eine weitere Niederlage hätte das Weiterkommen in der nächsten Runde unmöglich gemacht.
Die ersten drei Auftritte waren erwartungsgemäß wechselhaft und wackelig, was wenig überzeugte und bereits Geschichte schrieb. Im Gegensatz dazu zeigte das Spiel in Thessaloniki, dass das „neue“ Deutschland bereits ein solides Grundgerüst besitzt und sich weiterentwickelt.
Klopps bevorstehende Kadernominierung und mögliche Enttäuschungen
Wir sehen, dass nach den vier Spielen Trainer Jürgen Klopp nun weiß, welche Spieler er für das Auswärtsspiel in Serbien und das Abschlussduell gegen die Niederlande in Berlin benötigen wird. Er wird in den kommenden Wochen die Leistungen seiner Favoriten im Verein, sowohl in der Liga als auch im Pokal und in Europa, weiter beobachten.
Effenberg warnt, dass Klopp bei der nächsten Kadernominierung nicht erneut 44 Namen berufen, sondern vermutlich nur 14 bis 16 Spieler auswählen wird, wodurch vielen bereits ein erstes Mal im Nationalteam verwehrt bleiben könnte. Diese Kürzung wird einigen Spielern wehtun und Enttäuschungen auslösen. In dieser Art der Kaderkürzung wird nicht jeder Favorit berücksichtigt. Aus der bisherigen Auswahl wird klar, dass die Auswahl restriktiver ausfällt.
Klopp habe während der Nations League seine Spieler stets umarmt, getätschelt und ermutigt, was von vielen geschätzt und teilweise geliebt wird. Nach dem 0:0 betonte er, die Tür zur Nationalelf stehe weiterhin allen offen, sodass jeder die Chance habe, sich zu beweisen.
Die entscheidenden Wochen stehen nun bevor; es liegt an Jürgen Klopp und den Spielern, aus den Beobachtungen ein eingespieltes Team zu formen, das langfristig in der Nationalmannschaft funktionieren kann.